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Frühgeburten : Ein hilfreicher Begleiter für Eltern

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Der Verein "Känguruh für das frühgeborene Kind" kämpft für eine bessere öffentliche Akzeptanz für Frühgeborene und gibt betroffenen Eltern Hilfestellungen.

Heike Willeke war gerade einmal in der 26. Schwangerschaftswoche als sie ihre Tochter zur Welt brachte. Gerade einmal 700 Gramm wiegt das kleine Mädchen, ein halbes Jahr muss es auf der Intensivstation verbringen. "Es gab viele schwierige Situationen", sagt Willeke. "Für alle Eltern ist es eine emotional hoch belastende Ausnahmesituation." Acht Jahre ist die Geburt nun her, doch bis heute lassen sie die Bilder und die Ängste um ihre Tochter nicht los.

Heute ist Willeke Vorsitzende des vor 20 Jahren gegründeten Vereins "Känguruh für das frühgeborene Kind". Der Verein will Eltern die Ängste nehmen, sie unterstützen und in der Öffentlichkeit eine höhere Sensibilisierung für ihre Anliegen schaffen. "Oftmals sind Frühgeborene in der Entwicklung weiter zurück", sagt Willeke. Daher setzt sie sich für eine verbesserte Ausbildung von Lehrern und Kita-Mitarbeitern ein. Zudem "wollen wir im Bildungsministerium einen festen Ansprechpartner finden, wie es ihn auch schon für Autisten gibt."

Erste Erfolge sind zu verzeichnen

Der Verein steht Eltern von Frühgeborenen zur Seite. Mit einem Kind verändert sich generell das Leben der Eltern, mit einem Frühgeborenen gilt das erst recht. Daher ist jede Information, jede helfende Hand, jeder Ansprechparter wichtig. Der Verein will den Dialog zwischen Eltern, Ärzten und Pflegepersonal weiter fördern. Aber nicht nur auf die Zeit im Krankenhaus kommt es an, besonders wichtig wird die Unterstützung, wenn das Kind nach Hause kommt. "In den vergangenen Jahren haben wir den Fokus unserer Vereinsarbeit immer mehr auf den außerklinischen Bereich konzentriert, auf die Information und Begleitung von Eltern frühgeborener Kinder nach ihrer Entlassung aus der Klinik", erklärt Willeke.

Zurzeit suche der Verein das Gespräch mit Frühförderstellen in Lübeck, um in Kooperation mit ihnen den Eltern die Möglichkeit der Begegnung, des Austausches und der Information nach dem Klinikaufenthalt zu bieten. Und es gibt Erfolge: "Die katholische Familienbildungsstätte hat uns bereits ihre Unterstützung signalisiert, indem sie uns Räume für Eltern-Kind-Gruppen angeboten hat", berichtet Willeke.

Mehr Informationen im Internet: www.unser-fruehchen.de

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erstellt am 07.Mär.2013 | 01:43 Uhr

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