Zahngesundheit : Die Krux mit der richtigen Technik

Auch wenn die meisten Menschen zwei Mal täglich zur Zahnbürste greifen, putzt das Gros offenbar falsch. Foto: dpa
Auch wenn die meisten Menschen zwei Mal täglich zur Zahnbürste greifen, putzt das Gros offenbar falsch. Foto: dpa

Mangelndes Wissen und fehlende Konzentration sind zumesit die Verursacher, warum sich viele Menschen die Zähne falsch putzen.

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27. November 2012, 11:23 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Die Mehrheit der Deutschen greift mindestens zwei Mal täglich zur Zahnbürste. Die schlechte Nachricht: Offenbar putzen die meisten falsch. Das ist das Ergebnis einer großen Forsa-Umfrage. Insgesamt 57 Prozent der Befragten putzen ihre Zähne in kreisenden Bewegungen. Das sei allerdings die falsche Technik, moniert Prof. Stephan Zimmer, erster Vorsitzender der "Aktion zahnfreundlich". Eine kreisende Bewegung der Zahnbürste könne das Zahnfleisch verletzen sowie Zahnbelag und Bakterien unter den Zahnfleischrand schieben, wo Entzündungen entstehen könnten. Außerdem reinige sie nicht so gut. Doch wie funktioniert es richtig? "Die richtige Technik besteht in fegenden und rüttelnden Bewegungen, die das Zahnfleisch schonen und bakteriellen Zahnbelag optimal entfernen", sagt Zimmer, der als Professor an der Uni Witten/Herdecke mitverantwortlich für die Studie ist. Weniger ein Drittel der Befragten putzen demnach die Zähne richtig.
Oftmals fehlt die richtige Konzentration auf die Zahnreinigung. Nur die Über-50-Jährigen sind meistens bei der Sache (78 Prozent), die 14-bis-29-Jährigen lenken sich häufig ab. Sei es durch das die Wohnung laufen (31 Prozent), an die Arbeit oder den Tag denken (25 Prozent). Bei den Männern gehören auch das Grimassenschneiden (4 Prozent) und bei den Frauen leichte Gymnastikübungen (4 Prozent) dazu. Ein weiteres Problem: Die Dauer des Putzens ist oftmals zu gering. Lediglich 40 Prozent reinigen ihre Zähne drei Minuten oder länger. Etwas mehr als die Hälfte (59 Prozent) nutzen "Hilfsmittel" wie Zahnseide oder Interdentalbürsten.

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