Anzeige: Zahnarzt Carsten Nehring : „Die fallen ja eh aus…“ – Warum die Milchzahn-Pflege trotzdem so wichtig ist

Durch einen spielerischen Ansatz kann man Kindern nicht nur beim Zahnarztbesuch, sondern auch im Alltag den Zugang zum Thema Zahnhygiene vereinfachen.

Durch einen spielerischen Ansatz kann man Kindern nicht nur beim Zahnarztbesuch, sondern auch im Alltag den Zugang zum Thema Zahnhygiene vereinfachen.

Der Zahnarzt Carsten Nehring erklärt, warum eine Milchzahn-Karies schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann – und was bei der Zahnpflege bei Kindern zu beachten ist.

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02. Mai 2022, 00:01 Uhr

Flensburg | Sie sind, wenn man so will, ein „Provisorium“ des menschlichen Körpers: die Milchzähne. In der Regel fallen die Milchzähne zwischen dem fünften und zwölften Lebensjahr aus und werden durch die zweiten, bleibenden Zähne ersetzt. Doch die temporäre Natur der Milchzähne sollte keine Entschuldigung dafür sein, sich nicht um ihre Pflege zu kümmern, wie der Flensburger Zahnarzt Dr. Carsten Nehring von der Praxis Zahnerhaltung am ZOB erklärt:

Diese Vorstellung „Es sind ja nur die Milchzähne“ hält sich hartnäckig bei so vielen Menschen. Eigentlich muss man gerade auf die Milchzähne noch mehr aufpassen und alles daran setzen, dass Kinder früh die Bedeutung einer guten Zahnhygiene lernen. Carsten Nehring, Zahnerhaltung am ZOB Flensburg
 

Der Grund hierfür: Milchzähne unterscheiden sich in ihrem Aufbau von den permanenten Zähnen. Zum Beispiel ist der Zahnschmelz hier deutlich dünner, was bedeutet, dass sie gegenüber Einflüssen von außen entsprechend schlechter geschützt sind. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass kariöse Zähne bei Kindern deutlich schneller zu Schmerzen führen als bei Erwachsenen. Sind gleich mehrere Zähne betroffen, leidet das Kind unter Umständen an einer eingeschränkten Kaufunktion und Schmerzen. Zusätzlich besteht dadurch, dass Milchzähne angreifbarer sind als normale Zähne, eine größere Gefahr für Infektionen. Jede Entzündung und jede Karies birgt das Risiko für Zahnfleischentzündungen, die wiederum zu weiteren Infektionen führen können, weil die Abwehrkraft geschwächt ist.

Kinder sind besonders gern gesehene Gäste in der Praxis Zahnerhaltung am ZOB.
Giesbrecht

Kinder sind besonders gern gesehene Gäste in der Praxis Zahnerhaltung am ZOB.

Der zweite wichtige Punkt, so Carsten Nehring, sei eher psychologischer Natur: Einem Kind könne man in der Behandlung nicht mit den gleichen Argumenten kommen wie einem Erwachsenen. „Deswegen muss man mit ihnen wirklich behutsam umgehen, das Ganze ein wenig spielerisch verpacken. Man kann zum Beispiel erstmal am Finger zeigen, wie sich einzelne Instrumente anfühlen, dass es etwa ein bisschen kalt wird, wenn man den Luftpuster einsetzt.“ Auch Modelle oder Plüschtiere, an denen man zeigen kann, worauf bei der Zahnpflege zu achten ist, seien hierbei ein wichtiges Werkzeug.

Das Allerwichtigste sei jedoch die richtige Prophylaxe durch die Zahnpflege im Alltag: Mit dem Zähneputzen sollte man beginnen, sobald der erste Milchzahn durchbricht. Womit geputzt werde, ob mit einem Fingerling oder einer extra kleinen und weichen Bürste, ob manuell oder elektrisch, ist laut Carsten Nehring zweitrangig – „Hauptsache, es wird etwas gemacht.“ Auch an das selbst putzen sollte man seine Kinder so früh wie möglich heranführen. Allerdings sei es bei den meisten Kindern noch mehrere Jahre lang notwendig, zu kontrollieren und nachzuputzen. „Wir haben kleine Patienten, bei denen das noch bis ins siebte, achte Lebensjahr oder länger nötig ist.“

Wer sich schon mit der Milchzahnpflege Mühe gibt, hat auch gute Chancen, dass die zweiten Zähne lange gesund bleiben.
Giesbrecht

Wer sich schon mit der Milchzahnpflege Mühe gibt, hat auch gute Chancen, dass die zweiten Zähne lange gesund bleiben.

 

Auch mit den Zahnarztbesuchen sollte man anfangen, sobald die ersten Milchzähne da sind. Dabei gehe es am Anfang vor allem darum, die Kinder an die Atmosphäre in der Praxis zu gewöhnen und eine Routine zu etablieren. „Bei ganz kleinen Kindern muss man auch nicht jedes Mal unbedingt reinschauen. Lieber erstmal ein bisschen schnacken, einmal auf den Stuhl setzen und dann können sie schon wieder los. Dann haben sie für das nächste Mal schon abgespeichert, das kenne ich, das war gar nicht schlimm – das macht die Behandlung umso einfacher, wenn man dann tatsächlich später mal etwas machen muss.“

An die Eltern kleiner Kinder wendet sich der Zahnarzt mit einem eindringlichen Appell:

Wir müssen diese Vorstellung aus den Köpfen der Leute kriegen, dass eine Milchzahnkaries ein Kavaliersdelikt ist. Carsten Nehring, Zahnerhaltung am ZOB Flensburg

Er betont, dass nicht nur er, sondern alle seine Zahnarzt-Kolleginnen und -Kollegen sich darüber freuen, wenn Eltern früh mit ihren Kindern in die Praxen kommen und gerne jegliche Fragen zum Thema Zahnhygiene beantworten.

Carsten Nehring nimmt sich für die Behandlung von Kindern extra viel Zeit.
Giesbrecht

Carsten Nehring nimmt sich für die Behandlung von Kindern extra viel Zeit.

 

Deswegen behandelt er teilweise auch Zähne, die man nicht mehr wirklich aufbauen kann. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Platz für den zweiten Zahn offen zu halten, oder den kariösen Zahn mit einer Krone zu versorgen. Die Entscheidung ist davon abhängig, wie weit der darunter liegende Zahn schon ist. „Wenn ich sehe, der kommt wahrscheinlich in einem halben Jahr, dann brauche ich nichts machen. Wenn der Zahn aber wahrscheinlich noch mehrere Jahre braucht, dann sollte man etwa einen Platzhalter einbauen, damit die Lücke nicht zuwächst – und so später etwa für Fehlstellungen sorgt.“

Zahnarzt Carsten Nehring - Zahnerhaltung am ZOB


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