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Ernährung & Gesundheit

17. Oktober 2017 | 09:59 Uhr

Diako-Urologe ausgezeichnet

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Studie von Tillmann Loch erfährt Anerkennung bei weltgrößtem Kongress

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Flensburg/San Diego | Internationale Auszeichnungen sind für Prof. Tillmann Loch schon fast Routine. Preise und Urkunden stapeln sich auf den Regalen im Arbeitszimmer des Chefarztes der Urologie in der Flensburger Diako. "Doch diese Ehrung hat mich echt umgehauen - damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, das habe ich noch nie geschafft", sagt der Privat dozent und schaut auf die mit einer blauen Schleife verzierte Urkunde.

Die gab es kürzlich auf dem Jahres-Kongress der amerikanischen Gesellschaft für Urologie in San Diego, dem weltgrößten Urologenkongress mit mehr als 15 000 Teilnehmern und über 1000 Vorträgen. Am Ende des Mega-Kongresses steht eine Highlight-Sitzung in einem riesigen Saal, bei dem die besten Vorträge und wichtigsten Forschungsergebnisse der achttägigen Veranstaltung genannt und kurz vorgestellt werden. In dieser Riege dabei zu sein, gilt als höchste Auszeichnung. "Ich war total erstaunt, als ich plötzlich meinen Namen hörte", sagt Loch.

Ausgezeichnet wurde die Koryphäe aus Flensburg für eine Studie, die belegt, wie sehr der PSA-Wert durch Leistungssport erhöht werden kann - nämlich um bis zu 25 Prozent durch Radfahren und bis zu zwölf Prozent durch Laufband-Training. Ein erhöhter PSA-Wert kann ein Indikator für Prostatakrebs sein. "Die Verunsicherung von Sport treibenden Patienten ist meist groß, wenn sie von ihrem erhöhten PSA-Werten erfahren", sagt Loch. Deshalb sollte in den drei Tagen vor der Untersuchung kein Leistungssport betrieben werden.

National und international bekannt wurde Tillmann Loch vor allem durch seine Entwicklung eines weltweit einmaligen, Computer gestützten Ultraschallsystems, durch das Tumore in der Prostata deutlich präziser, früher und schonender erkannt und behandelt werden können. Universitäres Niveau erreichte Loch auch bei der innovativen Entfernung von Geschwülsten und Steinen durch Laser oder Stoßwellen.

Als bundesweit erstes Krankenhaus hat sich die Diako - genauer Tillmann Loch mit seinem Team - im vergangenen Jahr zudem an die 3D-Operationstechnik heran gewagt. "In der Urologie spielt Flensburg schon in der Nationalmannschaft. Die Forschungserfolge sind Auszeichnung und Motivation für das gesamte Team", lobt Loch - und findet doch noch ein Plätzchen für die neue blaue Schleife aus San Diego.

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