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PC- und Konsolenspiele sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung - bei sportlichen Wettkämpfen treten jedoch auch professionelle eSportler für hohe Preisgelder gegeneinander an.

PC- und Konsolenspiele sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung - bei sportlichen Wettkämpfen treten jedoch auch professionelle eSportler für hohe Preisgelder gegeneinander an.

Entgegen gängiger Klischees sind Gamer nicht grundsätzlich unfit, aber ein paar Grundsätze zur Gesundheitsförderung gilt es zu beachten.

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30. Juli 2021, 00:01 Uhr

Dass in den vergangenen Monaten die Bildschirmzeit der meisten Deutschen deutlich angestiegen ist, ist kein Geheimnis – die Pandemie zwang die Menschen dazu, einen Großteil ihrer Freizeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen, und dort sind Fernseher und Konsole nun mal eine naheliegende Form der Freizeitgestaltung. Aufgrund der langen Bildschirmzeiten ist es deshalb in Pandemiezeiten noch wichtiger geworden, auf ausreichend Bewegung und seine Augengesundheit zu achten. Wie aber steht es derzeit um die Gesundheit von Menschen, die eh schon einen Großteil ihrer Freizeit vor der Konsole verbringen? Das untersucht bereits seit 2019 ein Team um den Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Die jährlich erscheinenden eSport-Studien geben einen interessanten Einblick in die Welt des Gamens und räumen nebenbei mit einigen gängigen Klischees über „Computer-Nerds“ auf.

Klischees und Vorurteile

Menschen, die nicht Teil der eSports-Szene sind, haben oft ein ganz bestimmtes Bild vor Augen, wenn sie an Gamer denken: der typische Gamer (und die typische Gamerin – allerdings sind die Befragten der eSport-Studien tatsächlich zu 86% männlich) macht vor dem PC die Nacht zum Tag, trinkt Soft- und Energy-Drinks, isst dabei vorwiegend Fast Food und die Bewegung kommt sowieso zu kurz. Hier muss man laut Froböse differenzieren, denn vor allem professionelle eSportler seien sich heute der Bedeutung von genügend Ausgleich neben dem Gaming sehr bewusst:

Profis sind in der Regel sehr gut informierte Sportler, während die Amateur-Gamer – die Breiten-Sportler, so könnte man es beschreiben – die viel größere Problemgruppe sind, mit der wir uns beschäftigen müssen. Prof. Dr. Ingo Froböse, Deutsche Sporthochschule Köln

So seien Spielzeiten von bis zu 100 Stunden pro Woche in der Amateur-Szene nicht unüblich – während der Pandemie hätten Gamer im Schnitt sogar bis zu 70 Minuten länger pro Tag gespielt als davor.

Sport und soziale Kontakte

Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten aus der eSport-Studie 2020, in der ein starker Zuwachs der körperlichen Aktivität bei Gamern im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen ist – 80% der befragten Gamer bewegten sich laut der Studie ausreichend, während es im Jahr 2019 erst knapp die Hälfte der Teilnehmer tat. Diese exponentielle Steigerung ist laut Professor Froböse auf verschiedene Faktoren zurückzuführen:

Das liegt unter anderem an der Aufklärung, der besseren Führung und der besseren Information, die in der Branche mittlerweile wirklich Platz und Raum gefunden haben. Prof. Dr. Ingo Froböse, Deutsche Sporthochschule Köln

So sei es inzwischen bei den Profis üblich, sich feste Ziele in Sachen körperliche Fitness zu setzen, was natürlich auch eine Vorbildfunktion und eine Signalwirkung für die Amateure habe.

Auch das Bild des sozial isolierten Gamers, der vereinsamt vor seiner Konsole sitzt, stimmt so nicht.

Die Menschen haben in der Pandemie davon profitiert, dass sie gegamed haben. Das war ihre Community, mit der sie sich austauschen konnten, und insofern hat gerade diese soziale Community dafür gesorgt, dass ein deutlich besseres Wohlbefinden entstand. Prof. Dr. Ingo Froböse, Deutsche Sporthochschule Köln

Immer üblicher werden seit einigen Jahren auch eSports-Vereine, in denen sich Gamer mit Gleichgesinnten austauschen und im Team spielen können.

Mehr über die positiven Effekte einer Mitgliedschaft im eSports-Verein und über Fitness-Tipps speziell für Gamer lesen Sie unter https://www.die-ik.de/diagnosenorddeutsch-gaming-und-gesundheit#c7104. Dieser Beitrag ist im Rahmen des Projekts #DiagnoseNorddeutsch entstanden, hier behandelt die IKK – Die Innovationskasse unterschiedliche Gesundheitsthemen.

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