Anzeige: IKK – Die Innovationskasse : Was tun bei Schlafstörungen? Ursachen und Tipps vom Schlafmediziner

Schlafstörungen sind eine Volkskrankheit, deren langfristige Folgen für die Gesundheit von den meisten Menschen unterschätzt werden.

Schlafstörungen sind eine Volkskrankheit, deren langfristige Folgen für die Gesundheit von den meisten Menschen unterschätzt werden.

„Schlafhygiene“ ist im Trend. Ein Schlafmediziner erklärt, warum sie für jeden die Basis für gesunden Schlaf sein sollte.

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29. Oktober 2021, 00:01 Uhr

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“, „Die Konkurrenz schläft nicht“, „Der ist echt eine Schlafmütze“ – die deutsche Sprache ist voll von Redewendungen, die sich um den Schlaf drehen. In vielen von ihnen hat der Schlaf eine negative Konnotation: Wer schläft, der verpasst etwas, ist nicht produktiv. Doch auf der anderen Seite heißt es auch: „Der Schlaf ist die beste Medizin“ – welchen Stellenwert hat also der Schlaf für die Gesundheit? Wer ist besonders anfällig für Schlafstörungen, und was kann man als Betroffene im Alltag tun, um Schlafstörungen vorzubeugen?

Volkskrankheit Schlafstörung

In einer Gesundheitsstudie der Robert-Koch-Instituts, die zwischen 2008 und 2011 durchgeführt wurde, berichteten ein Drittel der Befragten von Ein- oder Durchschlafstörungen. Seitdem dürfte die Zahl der Betroffenen nicht wesentlich zurückgegangen sein, im Gegenteil: Die psychischen Belastungen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, sind ein zusätzlicher Stressfaktor im Leben vieler Menschen. Auch die Vermischung von Privat- und Berufsleben infolge der vorwiegenden Arbeit im Home Office trägt kaum dazu bei, dass man abends gut abschalten kann und einen entspannten Schlaf findet. Dr. Waßmuth-Langanke, Schlafmediziner und seit 2021 Leiter des Schlaflabors am Klinikum Nordfriesland, bestätigt die zentrale Bedeutung guten Schlafes für die Gesundheit:

Für die Ein- und Durchschlafstörungen sowie die zirkadianen Rhythmusstörungen ist unser Lebenswandel der stärkste Risikofaktor. Die Übergänge zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen. Dr. Waßmuth-Langanke, leitender Arzt des Schlaflabors Niebüll

So habe der Wecker einen stärkeren negativen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen als viele Suchtmittel.

Der zirkadiane Rhythmus

Wo der Schlafmediziner vom „zirkadianen Rhythmus“ spricht, ist im Volksmund oft die Rede vom Biorhythmus oder der „inneren Uhr“. All diese Begriffe beziehen sich auf den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen im Verlaufe des Tages. Bei diesem gibt es zwar individuelle Unterschiede (so spricht man etwa von „Morgen- und Abendmenschen“ oder auch von „Lerchen und Eulen“), aber im Großen und Ganzen richtet sich der gesunde zirkadiane Rhythmus nach dem Vorkommen von Tageslicht. Dies erklärt, warum besonders Schichtarbeiter häufig an Schlafstörungen leiden – so häufig, dass mit dem „Schichtarbeitersyndrom“ sogar eine spezielle Form der Schlafrhythmusstörung nach ihnen benannt ist. Durch wechselnde Tagesarbeitszeiten kann es zu langfristigen Veränderungen des Schlafverhaltens kommen, die sich durch Schläfrigkeit in Wachphasen und Schlaflosigkeit während der vorgesehenen Schlafphasen äußert. Doch nicht nur das:

Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind enorm. Das betrifft nicht nur den nicht erholsamen Schlaf, sondern auch Herz-Kreislauferkrankungen wie den Bluthochdruck, Stoffwechselerkrankung wie den Diabetes, psychische Störungen wie vor allem die Depression, Magengeschwüre und sogar Krebserkrankungen stehen in Zusammenhang mit Schichtarbeit. Dr. Waßmuth-Langanke, leitender Arzt des Schlaflabors Niebüll
 

Licht und Schlaf – natürliche Feinde

Unter https://www.die-ik.de/diagnosenorddeutsch-schlafstoerungen#c7441 lesen Sie, wie elektrisches Licht die Schlafqualität beeinflusst und wie Schlafhygiene bei Schlafstörungen helfen kann.. Dieser Beitrag ist im Rahmen des Projekts #DiagnoseNorddeutsch entstanden, hier behandelt die IKK – Die Innovationskasse unterschiedliche Gesundheitsthemen.

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