Anzeige: IKK – Die Innovationskasse : Was ist BPA - und ist es gefährlich?

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Überall kann man es lesen, oft steht es auf Geschirr oder Trinkflaschen: BPA-frei. Doch was ist BPA? Wo ist BPA drin und welche Auswirkungen hat es auf den Körper?

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25. November 2021, 00:01 Uhr

BPA ist die Abkürzung für Bisphenol A. Es ist eine Industriechemikalie, die zur Herstellung von Kunststoffen und Lacken verwendet wird. Im Besonderen findet man sie in Plastikgeschirr, Trinkflaschen, Thermokassenbons, Spielzeug und bei der Innenbeschichtung von Konserven. Hauptsächlich wird dieser Stoff  genutzt, damit Kunststoffgegenstände härter und belastbarer werden. Doch das enthaltene BPA kann sich herauslösen und bei Kontakt mit Lebensmitteln in das Essen oder in die Getränke übergehen. Hierzu reicht es aus, wenn beispielsweise Essen in der Mikrowelle erwärmt oder ein heißer Tee oder Kaffee in der Trinkflasche aufgebrüht wird. Auch wenn Trinkflaschen lange in der Sonne stehen oder im warmen Auto gelagert werden, kann sich der Stoff herauslösen - selbst beim Abwaschen mit heißem Wasser kann das passieren.

Wie wirkt BPA?

Der Vorsitzende des Apothekerverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Axel Pudimat, bezeichnet BPA auch als ein Umwelthormon, welches bereits in kleinsten Mengen Einfluss auf das Hormonsystem des Menschen haben kann:

So steht der Stoff in Verdacht, Leber und Niere zu schädigen und eine verfrühte Pubertät auszulösen. In Studien wurden zudem Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel gezeigt, weswegen BPA auch in Verbindung mit der Entstehung von Adipositas genannt wird. Axel Pudimat, Vorsitzender des Apothekerverbandes Mecklenburg-Vorpommern
 

BPA wird in Studien auch als eine mögliche Ursache für die vermehrte Entstehung von Kreidezähnen beschrieben, welche einen deutlich weicheren Zahnschmelz aufweisen und daher auch anfälliger für Karies sind. So stufte die European Chemicals Agency den Stoff 2017 als besonders Besorgnis erregend ein.

Vorsorgeprinzip in Europa

In Europa herrscht ein Vorsorgeprinzip, so dass der Einsatz von potentiell gefährlichen Stoffen – anders als etwa in den USA - gesetzlich reguliert werden kann. So wurde BPA bereits in Baby- und Kleinkindflaschen verboten. Der Grenzwert für die täglich tolerierbare Aufnahme von BPA wurde auf weniger als ein Zehntel des ursprünglichen Werts reduziert. Auch dafür, wie viel BPA maximal aus dem Produkt in Lebensmittel übergehen darf, wurde ein Grenzwert festgelegt. Die Grenzwerte bieten somit schon einen guten Schutz vor langwierigen Folgen von BPA, aber vielen Umwelt- und Verbraucherschützern gehen die gesetzlichen Regelungen noch nicht weit genug. Sie fordern ein Verbot der Chemikalie in Deutschland. Deshalb wurden neue Studien in Auftrag gegeben, die den Einfluss von BPA auf den menschlichen Körper weitergehend untersuchen sollen.

Jugendliche besonders berücksichtigen!

Bis neue Ergebnisse vorliegen, gilt die Empfehlung von Experten, den Konsum von Lebensmitteln aus BPA-haltigen Behältnissen vorsorglich zu reduzieren. Axel Pudimat ergänzt:

Dies trifft im Besonderen auch auf die Jugendlichen zu. Produkte für Säuglinge und Kleinkinder sind bereits gesetzlich reglementiert, Jugendliche sind mit der Pubertät und dem wachsenden Körper aber ebenfalls leichter anfällig für Stoffe, die in das Hormonsystem eingreifen können als Erwachsene. Axel Pudimat, Vorsitzender des Apothekerverbandes Mecklenburg-Vorpommern
 

Wie kann das Risiko gesenkt werden?

Unter https://www.die-ik.de/diagnosenorddeutsch-bisphenol-a#c7476 lesen Sie, was Experten empfehlen, wie das Gesundheitsrisiko durch BPA gesenkt werden kann und welche Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind. Dieser Beitrag ist im Rahmen des Projekts #DiagnoseNorddeutsch entstanden, hier behandelt die IKK – Die Innovationskasse unterschiedliche Gesundheitsthemen.

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