Anzeige: IKK – Die Innovationskasse : Kann Stillen Allergien verhindern?

Das Stillen fördert die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind, aber es hat auch zahlreiche andere Vorteile für die Gesundheit des Babys.

Das Stillen fördert die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind, aber es hat auch zahlreiche andere Vorteile für die Gesundheit des Babys.

Je früher eine Toleranz gegen mögliche Allergene entwickelt wird, desto besser für das Kind. Stillen muss wie Fahrradfahren gelernt werden, Hilfe bei Problemen bieten Hebammen.

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24. September 2021, 00:01 Uhr

Kein Baby wird als Allergiker geboren. Eine Allergie ist eine überschießende Antwort des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe und wird erst nach mehrfachem Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen, sogenannten Allergenen, entwickelt. Wenn beispielsweise die Eltern Allergiker sind, liegt das Risiko für Kinder, selbst eine Allergie zu bekommen bei 30 bis 60 Prozent. Doch auch ohne ein familiäres Risiko entwickeln fünf bis 15 Prozent der Kinder eine Allergie, die Tendenz besonders in den Großstädten steigt aber an. Durch Stillen können Mütter in den ersten Monaten nach der Geburt aktiv dagegen steuern.

Die beste Prävention von Anfang an ist das Stillen, denn die Muttermilch bietet hierbei viele Vorteile: Die Zusammensetzung ist immer den Bedürfnissen des Babys angepasst, ist zubereitet und richtig temperiert. Dr. Martha Heider, beratende Apothekerin bei der IKK – Die Innovationskasse

Nebenbei besitzt die Muttermilch viele aufbauende Stoffe für eine gesunde Darmflora und kann so helfen, die Auslösung von Allergien wie z.B. Neurodermitis, allergisches Asthma oder Nahrungsmittelallergien zu verzögern und sogar zu verhindern. Daher trägt das Stillen dazu bei, die Toleranzentwicklung gegen Allergene so früh wie möglich zu fördern.

Was löst eine Allergie aus?

Der Grundstein für die Allergieentstehung kann schon in den ersten Lebensmonaten gelegt werden. Neben genetischen Faktoren können beispielsweise eine Kaiserschnittgeburt, Antibiotikagaben oder eine Frühgeburt sowie schadstoffhaltige Luft Allergien fördern. Aber auch eine übertriebene Hygiene und die Benutzung von zu vielen Desinfektionsmitteln können Allergien auslösen. Rauchen sollte allgemein in Gegenwart des Babys vermieden werden, da hierdurch das Risiko von Atemwegserkrankungen und Allergien ansteigen kann.

Ernährung und Medikamente in der Stillzeit

Studien zeigen, dass ein geringeres Allergierisiko mit einer ausreichenden Besiedlung des kindlichen Darms durch Probiotika („guten Darmbakterien“) einhergeht. Die Muttermilch trägt entscheidend zu einer gesunden Darmflora bei und fördert die Entstehung eines funktionierenden Immunsystems.

Aus Expertensicht muss die Mutter, es sei denn, der Arzt rät ausdrücklich davon ab, auch auf keine potenziell allergieauslösenden Nahrungsmittel wie Fisch, Hühnereier, Kuhmilch oder Nüsse bewusst verzichten. Die Muttermilch enthält geringe Mengen der Nährstoffe aus den Nahrungsmitteln der Stillenden. Und gerade bei einer gesunden und vielseitigen Ernährung der Mutter lernt das Immunsystem des Babys mit zahlreichen, möglicherweise allergieauslösenden Stoffen umzugehen und diese zu tolerieren.

Die WHO empfiehlt, nach der Geburt mindestens vier bis sechs Monate zu stillen, ab dann kann langsam die Beikost eingeführt werden.

Viele Beipackzettel für Medikamente enthalten Hinweise zur Einnahme in der Schwangerschaft und der Stillzeit. Zwar treten fast alle Wirkstoffe von Medikamenten in die Muttermilch über, meist jedoch nur in so geringen Mengen, dass sie für das Baby nicht schädlich sind. Dennoch ist es ratsam, die Anwendung von Medikamenten in der Stillzeit mit dem Arzt zu besprechen.

Mehr über Komplikationen beim Stillen und über Sport in der Stillzeit lesen Sie unter https://www.die-ik.de/diagnosenorddeutsch-allergien-und-stillen#c7273. Dieser Beitrag ist im Rahmen des Projekts #DiagnoseNorddeutsch entstanden, hier behandelt die IKK – Die Innovationskasse unterschiedliche Gesundheitsthemen.

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