Anzeige: IKK – Die Innovationskasse : Allergiker aufgepasst: So funktioniert eine Hyposensibilisierung

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Allergien wie etwa Heuschnupfen können schwerwiegende Folgen haben, wenn sie zu lange unbehandelt bleiben.

Bei saisonal bedingten Allergien ist es sinnvoll, im Winter mit der Behandlung zu beginnen.

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31. Dezember 2021, 00:01 Uhr

Der Winter ist für die wenigsten Menschen die Lieblings-Jahreszeit. Pollen-Allergiker atmen jedoch in der kalten Jahreszeit wortwörtlich auf und blicken den im Frühjahr wiederkehrenden Allergiebeschwerden wie juckenden Augen und triefender Nase bang entgegen. Den allergieauslösenden Stoff zu meiden mag bei Unverträglichkeit eines Lebensmittels noch machbar sein, gerade bei Heuschnupfen ist dies aber kaum möglich. Auch die Behandlung der Symptome schafft meist nur bedingt Abhilfe. Daher kann eine Desensibilisierung eine sinnvolle Alternative für viele Allergiker sein.

Warum entstehen Allergien?

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf einen Stoff, der eigentlich keine Bedrohung auf den menschlichen Körper darstellt, das Allergen. Diese Reaktion ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich erst im Laufe der Jahre. Eine familiäre Veranlagung kann aber durchaus gegeben sein. Typische Allergene sind etwa Pollen, Nahrungsmittel wie Gluten oder Nüsse, Insektengifte, Arzneimittel, Hausstaub, Tierhaare oder Metalle wie etwa Nickel. Durch wiederholten Kontakt mit dem Allergen entwickelt der Körper eine allergische Reaktion auf das Allergen. Hierbei handelt es sich um eine Störung des Immunsystems, welches das Allergen für eine Bedrohung hält. Die genauen Ursachen hierfür sind bis heute nicht vollständig geklärt. Je nach allergieauslösendem Stoff reagiert der Körper mit tränenden Augen, Niesen und anderen Atemwegsstörungen bis hin zur Atemnot, entzündlichen Hautveränderungen und Ausschlägen.

Wie funktioniert eine Hyposensibilisierung?

Während Medikamente wie Nasensprays, Augentropfen und Salben die Symptome einer Allergie lindern können, ändern Sie nichts an der Ursache der allergischen Reaktion. Um das Übel bei der Wurzel zu packen, kann daher eine Hyposensibilisierung begonnen werden. Diese ist auch unter anderen Namen bekannt, so spricht man etwa auch von einer „Desensibilisierung“, einer „Allergiespezifischen Immuntherapie“ oder einer „Allergieimpfung“.

Eine Hyposensibilisierung kann begonnen werden, wenn die Allergie eindeutig identifiziert ist und das Allergen nicht vermieden werden kann, im Speziellen besteht die Möglichkeit für Allergien gegen Pollen, Tierhaare, Insekten, Hausstaub und Milben. Eine Hyposensibilisierung kann den Erkrankungsverlauf vermindern oder sogar aufhalten und somit müssen weniger Arzneimittel gegen die Allergie verwendet werden. Auch können Folgen, wie ein allergisches Asthma, verhindert werden.

Bei dieser Behandlung wird das Allergen kontrolliert zugeführt, um den Körper an den Stoff zu gewöhnen.

Neben der Spritze gibt es auch Präparate in Form von Tabletten oder Tropfen. Bei allen Behandlungsformen ist von einer Dauer von etwa drei Jahren auszugehen, in der das Therapiepräparat regelmäßig eingenommen oder vom Arzt injiziert wird.

Im Allgemeinen ist die Behandlung gut verträglich und besitzt sehr gute Erfolgsaussichten, wobei jedoch keine Erfolgsgarantie besteht. Gelegentlich können während der Behandlung Nebenwirkungen auftreten, welche durch eine Anpassung der Dosierung und Therapiedauer gelindert werden können und im Laufe der Behandlung durch den Gewöhnungseffekt abklingen.

Wann sollte man mit einer Immuntherapie beginnen?

Mehr dazu, wann der beste Zeitpunkt für eine Immuntherapie ist, und zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse lesen Sie unter https://www.die-ik.de/diagnosenorddeutsch-hyposensibilisierung#c7951. Dieser Beitrag ist im Rahmen des Projekts #DiagnoseNorddeutsch entstanden, hier behandelt die IKK – Die Innovationskasse unterschiedliche Gesundheitsthemen.

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