zur Navigation springen

Übergewicht : Diabetesgefahr steigt mit dem Gewicht

vom

Je dicker der Mensch, umso größer ist das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Mit Sport und gesunder Ernährung könnte ein Großteil der Krankheitsfälle verhindert werden.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 09:36 Uhr

In der heutigen Zeit, in der Fast Food oft einem knackigen Salat vorgezogen wird, und Spiel und Sport vermehrt am Computer stattfinden, ist das Wohlstandsbäuchlein keine Seltenheit mehr. Doch mit dem Körpergewicht steigt auch das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Durch Vorsorgemaßnahmen könnte die Stoffwechselkrankheit, bei der die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch sind, bei einem Großteil der Fälle verhindert werden.

Den Lebensstil ändern


In vielen Fällen bleibt der Diabetes unentdeckt, da die Erkrankung keine Beschwerden verursacht. "Die Menschen müssen durch Aufklärung auf Symptome und Risiken aufmerksam gemacht werden. Vor allem, wer über 65 ist, Übergewicht hat und sich wenig bewegt, sollte beim Hausarzt nachfragen, ob ein Zuckertest gemacht werden kann", erklärt Dr. Helmut Kleinwechter vom Diabetologikum Kiel. Besonders der Bauchumfang sei von Bedeutung, denn das vermehrte Fettgewebe in der Bauchhöhle erhöhe das Risiko. Bei einer Frau sei eine Körpermitte ab etwa 92 Zentimetern bedenklich, bei einem Mann ab ungefähr 110 Zentimetern.
Demnach spielt die Lebensweise eine große Rolle. Ein Mangel an Bewegung und eine fettreiche Ernährung erhöhen die Gefahr. Bei einem Diabetes Typ 2 sind die Insulin produzierenden Zellen funktionsgestört, sodass das Hormon den Zucker aus der Nahrung nicht mehr zeitgerecht verwerten kann. "Eine Veränderung des Lebensstils, wie Ernährungsumstellung, sportliche Aktivität und Abnahme des Körpergewichts, können sich positiv auf die überhöhten Blutzuckerwerte auswirken", verdeutlicht der Diabetologe.

Prävention von Kindesbeinen an


Die Auswirkungen von Diabetes sind fatal. Schädigungen der Augen, Nieren und Nerven können die Folge sein. "Es kann zur Erblindung, Niereninsuffizienz oder einem sogenannten Diabetischen Fuß kommen, der zur Amputation führen kann. Die Hälfte der Amputationen sind überflüssig, da sie durch eine Prävention hätten verhindert werden können", gibt Kleinwechter zu bedenken. Umso wichtiger sei es deshalb, der Krankheit vorzubeugen.
Die Grundlagen sollten schon im Kindesalter gelegt werden. "Der Schulsport müsste massiv gefördert und eine Ernährungs- und Gesundheitserziehung in den Schulunterricht integriert werden", fordert der Spezialist. Eine Veränderung des Lebensstils zu mehr sportlicher Aktivität und einer gesunden Ernährung habe auch dann einen positiven Effekt, wenn Diabetes bereits vorliege. "So kann man im Idealfall durch Sport und eine gesunde Ernährung vermeiden, dass überhaupt Medikamente eingesetzt werden müssen."
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen