Verändertes Konsumverhalten : Deutsche trinken mehr Wasser ohne Kohlensäure

Die Deutschen trinken immer mehr Mineralwasser ohne Kohlensäure. Im letzten Jahr stieg der Konsum um 7,5 Prozent. /dpa
Die Deutschen trinken immer mehr Mineralwasser ohne Kohlensäure. Im letzten Jahr stieg der Konsum um 7,5 Prozent. /dpa

Der Mineralwasserkonsum bleibt auf dem gleichen Niveau. Den klassischen Sprudel trinken die deutschen Verbraucher hingegen immer weniger. Dafür haben Experten eine Erklärung.

shz.de von
10. Januar 2018, 13:54 Uhr

Mineralwasser ohne Kohlensäure wird in Deutschland immer beliebter. Rund 1,9 Milliarden Liter stilles Mineralwasser haben die deutschen Mineralbrunnen im vergangenen Jahr abgefüllt.

Das entspricht einer Steigerung um 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) mitteilte. Dagegen sanken die Produktionszahlen bei klassischem Sprudel und bei Wasser mit wenig Kohlensäure.

«Unsere Vermutung ist, dass die Verbraucher im Zuge der Reiseaktivitäten in Länder, in denen vornehmlich «stilles» Mineralwasser getrunken wird, den Verzehr von Mineralwasser ohne Kohlensäure teilweise in ihren Alltag übernehmen», sagte VDM-Geschäftsführer Udo Kremer die Entwicklung.

Insgesamt stagnierte der Mineralwasserkonsum 2017 in Deutschland. Wie im Vorjahr wurden insgesamt 11,3 Milliarden Liter Mineral- und Heilwasser abgefüllt. Am beliebtesten war weiterhin Mineralwasser mit wenig Kohlensäure. Hier lag die Produktion mit knapp fünf Milliarden Litern nur leicht unter dem Vorjahreswert. Bei klassischem Sprudel sank die abgefüllte Menge dagegen um 2,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Liter. Auch bei Heilwasser war die Produktion rückläufig.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser lag damit nach Angaben des Verbandes weiterhin bei knapp 148 Litern. Neben Mineral- und Heilwasser füllten die deutschen Mineralbrunnen 2017 insgesamt 3,4 Milliarden Liter Erfrischungsgetränke ab. Hierzu zählen Schorlen, Limonaden, Brausen und Wellnessgetränke auf Mineralwasser-Basis.

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