Fit ins Neue Jahr : Der Trick mit dem Springseil

Für wenig Geld fit bleiben: Seilspringen ist das perfekte Ganzkörpertraining, das Kondition, Kraft und Koordination zugleich fördert.

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31. Dezember 2012, 09:03 Uhr

Zugegeben: Auf den ersten Blick gibt es aufregendere Sportgeräte als das gute alte Springseil. Bei genauem Hinsehen aber bietet Seilspringen ideale Trainingsmöglichkeiten für Ausdauer und Schnelligkeit sowie Körperhaltung und Balance, sagt Athletin und Triathlon-Trainerin Nina Eggert. "Schon wer mehrmals pro Woche wenige Minuten am Tag springt, kann damit seine Kondition beträchtlich steigern." Erst Recht, wenn er oder sie das Training verlängert oder die Sprünge intensiviert.
"Anfängern würde ich raten, langsam und mit Zwischensprüngen zu beginnen. Nach und nach können Sie dann die Geschwindigkeit steigern, ohne Zwischensprünge arbeiten und im Wechsel auch immer mal nur auf einem Bein hüpfen." Ideal dazu ist ein Springseil, dessen Griffe mit einem Lager versehen sind - das vereinfacht die Umdrehungen. Für diejenigen, denen es dabei auch ums Abnehmen geht, gibt es Seile mit hohlen Griffen, die mit Gewichten gefüllt werden können - das steigert den Kalorienverbrauch.

Kein anfänglicher Alleingang

Wer verspannte Muskeln lockern und auch kräftigen möchte, ist mit Gummi-Übungsbändern gut bedient, rät Trainerin Eggert. "Thera-Bänder oder auch Tubes, die mit einem Griff oder Türanker versehen sind, machen jede Gymnastikübung deutlich effektiver, denn sie sorgen für einen zusätzlichen Widerstand." Um die Muskulatur des oberen Rückens und des Schultergürtels zu kräftigen, rät sie beispielsweise, möglichst im Stehen die Ellenbogen an die Hüfte zu drücken und die Unterarme im rechten Winkel von den Oberarmen nach vorne weg zu strecken, die Daumen zeigen nach außen. "Das leicht gespannte Theraband halten Sie zwischen Ihren Händen. Dann führen Sie die Unterarme gegen den Widerstand nach außen, während die Ellenbogen nach wie vor am Körper bleiben." Diese Außendrehung der Schultern sei für die Muskulatur ein guter Ausgleich, denn bei vielen Alltagsbewegungen rotiere man die Schultern nach innen.
Mindestens genauso wirksam, aber nicht ganz so leicht zu Hause durchführbar, ist das Training mit an der Decke befestigten Schlingen. "In einer Mietwohnung würde ich die dazu nötigen festen Haken lieber nicht anbringen, sondern dann doch eher im Fitnessstudio trainieren." Beim Schlingentraining legen die Sportler Rumpf, Arme oder Beine in die von oben herabhängende Schlinge und führen ihre Übungen in ungewohnten, Gleichgewicht und Rumpfmuskeln fordernden Körperstellungen aus. "Man muss dabei ständig aktiv die Balance halten und sämtliche Muskeln anspannen."
Auch wenn die Verletzungsgefahr bei Übungen mit Bändern und Seilen nicht groß ist, sollte man gerade am Anfang durch einen Blick in den Spiegel oder auch mit Hilfe einer Anleitung durch eine erfahrene Person überprüfen, ob man die jeweiligen Übungen korrekt ausführt, meint Nina Eggert. "Wenn man das einmal drinhat, kann man so viel man möchte auf eigene Faust weiter trainieren."

Buch-Tipp: Nina Eggert: "Die 50 wichtigsten Übungen. Kraft, Flexibilität und Koordination für Triathleten". Spomedis, 2010, 19,95 Euro, ISBN-13: 9783936376210.

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