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Ernährung & Gesundheit

22. Oktober 2017 | 05:53 Uhr

Die besondere Geschichte : Der Goldfisch

vom

Helga Wendt ist 77 Jahre alt und Deutsche Meisterin über 100 Meter Lagen. Verblüffend: Die Schwimmerin hat künstliche Hüften, berichtet Anette Asmussen.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2012 | 10:56 Uhr

Ein Leben ohne Sport? Für Helga Wendt undenkbar. Noch heute erinnert sich Steffen Oehme daran, wie ihm seine Patientin vor zwei Jahren unmissverständlich klar machte, dass es für sie unverzichtbar sei zu schwimmen, die Deutsche Meisterschaft vor der Tür stehe und bis dahin alles erledigt sein müsse.
"Alles erledigt" – das meinte damals die Operation, die der Sportlerin eine neue Hüfte bescherte, eine Endoprothese für mehr Beweglichkeit. Ohne sie hätte Helga Wendt ihren geliebten Sport aufgeben müssen. Mit ihr gewann die Seniorin zweimal Bronze bei den Deutschen Masters 2010 in Hamburg. Im vergangenen Jahr kam in Berlin der Deutsche Meistertitel im Mehrkampf und im Einzel über 100 Meter Lagen dazu. "Herzlichen Glückwunsch, Helga!", steht noch heute auf der Internetseite ihres Schwimmvereins Wiking Kiel.
"Ersatzteiltausch" in Damp
Dass die Amateur-Schwimmerin es so weit bringen würde, war vor zwölf Jahren unwahrscheinlich. Damals litt Helga Wendt, wie so viele in ihrem Alter, an einem Verschleiß des Knorpels an den Hüften. Ganz schlecht für die Grätschbewegungen im Wasser. Spezialisten für Endoprothetik an der Ostseeklinik Damp tauschten die kaputten Gelenke gegen künstliche aus. Wenig später schwamm Helga Wendt wieder als wäre nichts gewesen. Bis ihr Arzt beim Röntgen sah, dass die Pfanne der einen Hüfte nicht mehr richtig fest im Knochen saß und die Patientin erneut operiert werden musste: "Ersatzteiltausch". Eine ganz normale Sache, denn auch künstliche Gelenke halten nicht ewig.
Aber: "Für mich kam das überfallartig und unpassend", erinnert sich Helga Wendt, "ich hatte keine Schmerzen, und hatte mich gerade für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert".
Steffen Oehme, Chefarzt an der Ostseeklinik Damp, setzte ihr ein Hightech-Implantat aus Trabecular Metal ein, das besonders gut in Knochen einwächst. Nach drei Monaten "Wasserverbot" sprang Helga Wendt wieder ins Becken: "Ich hatte die besten Reparateure, die man sich wünschen kann."

Nachgefragt: Welches Risiko gehe ich bei einer Endoprothesen-Operation ein, Herr Dr. Oehme?
Keine Operation ist ohne Risiko. So können Knochenbrüche, Infektionen, Gefäß- oder Gewebeverletzungen vorkommen. Doch das Risiko in endoprothetisch erfahrenen Kliniken liegt dabei deutlich unter einem Prozent. Heute muss sich niemand mehr unnötig mit Hüft- oder Knieproblemen quälen. Eine Prothese bringt die freie Beweglichkeit zurück. Radfahren, Schwimmen, Wandern, Nordic Walken – das alles ist kein Problem mehr. Und diese Möglichkeit der sportlichen Betätigung ist für das Herz-Kreislauf-System und die Lebensqualität überhaupt unbezahlbar.
Haben Sie Fragen zum Thema? Schreiben Sie Dr. Oehme eine E-Mail: post@nordisch-gesund.de

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