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Vorsorgeuntersuchung : Darmkrebs früh erkennen: Ab wann die Krankenkasse zahlt

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Ein Hämoccult-Test und eine Darmspiegelung sind die gängigen Vorsorge-Untersuchungen für die Erkennung von Darmkrebs. Die Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten - allerdings erst ab einem bestimmten Alter.

Wird Darmkrebs in einem frühen Stadium erkannt, erhöht das die Heilungschancen. Dafür gibt es Vorsorgeuntersuchungen. Doch die Krankenkasse übernimmt die Kosten nur unter gewissen Bedingungen.

Ab dem 50. Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, informiert der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz. Dann können Versicherte einmal im Jahr kostenlos den Hämoccult-Test machen lassen - dabei wird kontrolliert, ob sie Blut im Stuhl haben.

Ab dem 56. Lebensjahr bezahlt die Krankenkasse unter anderem auch die Vorsorge-Darmspiegelung. Ist jemand jedoch familiär vorbelastet, trägt sie die Kosten auch in jüngeren Jahren.

Blut im Stuhl kann ein erster Hinweis auf eine krankhafte Veränderung des Darmgewebes sein. Auch Appetitverlust und Gewichtsabnahme können auf eine Erkrankung hindeuten - ebenso wie Krämpfe, Bauschschmerzen, Völlegefühl, Verdauungsbeschwerden. Zwar können diese Beschwerden harmlos sein, halten sie jedoch länger an, sollte man sie medizinisch abklären lassen.

Bei positivem Stuhltest schnell zur Darmspiegelung

Seit April bezahlen die Krankenkassen Patienten ab 50 Jahren einmal jährlich einen Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge. Diesen sogenannten immunologischen Okkultbluttest bekommt man beispielsweise beim Hausarzt, kann ihn dann selbst zu Hause durchführen und die Proben beim Arzt abgeben. Über das Ergebnis informiert ein Brief. Ist der Befund positiv, sollte der Betroffene unbedingt gleich mit seinem Arzt sprechen, erklärt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dagmar Mainz.

Ein positives Ergebnis bedeutet nicht, dass der Patient Krebs hat. Blut im Stuhl kann auch andere Ursachen haben. Um das zu klären, sei bei positivem Befund aber eine Darmspiegelung nötig. Dabei werden eventuell vorhandene Krebsvorstufen entfernt, erklären die Magen-Darm-Ärzte.

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erstellt am 12.Jun.2017 | 04:13 Uhr

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