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Ernährung & Gesundheit

13. Dezember 2017 | 14:05 Uhr

Brustkrebs: Wege aus der Krise

vom

Beratungszentrum lädt Frauen zum Patientinnen-Tag nach Neumünster

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Neumünster | Brustkrebs ist für betroffene Frauen eine dramatische Prognose, ein tiefer Einschnitt, nach dem auch das weitere Leben oft von der Furcht vor dem Krebs und Rückschlägen überschattet wird. "Jede neunte Frau ist vom Brustkrebs betroffen. Diese Diagnose beschäftigt die Patientinnen lange über die akute Phase hinaus", sagt Dr. Ingrid Buck, Leiterin des Holsteinischen Brustzentrums. Einmal im Jahr veranstaltet das Zentrum den Brustkrebs-Patientinnentag, um über ein spezielles Thema zu informieren, Betroffenen und Angehörigen Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln und eine Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch zu geben. Am Dienstag, 17. September, von 17.30 bis 20.30 Uhr findet der nächste Tag im Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster, Friesenstraße 11, statt. Titel: "Fatigue - Wege aus der Krise".

Fatigue ist ein französischer Begriff, der einen Zustand schwerer Erschöpfung beschreibt, der beispielsweise durch eine Krebserkrankung ausgelöst wird. Welche Ursachen hat dieses Syndrom? Reagiert die Seele, oder gibt es auch körperliche Gründe? Die psychologische Psychotherapeutin Karin Lausmann wird zu diesem Thema ab 17.35 Uhr referieren und Lösungsmöglichkeiten vorstellen.

Ihr Projekt "Herzenswege" stellt Ines Tietje ab 18.10 Uhr vor, die nach ihrer Erkrankung eine "Auszeit für Krebsbetroffene" mit vielfältigen Angeboten ins Leben gerufen hat. "Das ist ein vorbildliches und motivierendes Projekt, bei dem Ines Tietje sich für betroffene Frauen engagiert hat", betont Dr. Ingrid Buck.

Um die künstlerische und psychotherapeutische Krankheitsverarbeitung dreht sich der Vortrag "Tanzende Schritte" der Tanztherapeutin Katrin Pätsch. "Bewegung beeinflusst die Heilungschancen positiv, das haben Experten nachgewiesen", sagt Dr. Ingrid Buck. Sie, die Krankenschwester Marina Hörst und der Chefarzt der Frauenklinik, Dr. Ivo Heer, moderieren die Veranstaltung. Zu sehen ist außerdem auch eine Bilderausstellung, die im Projekt "Herzenswege" entstanden ist. Außerdem präsentieren sich die Herzkissen-Aktion und weitere Selbsthilfegruppen.

Wenn Krebs früh erkannt wird, ist er in vielen Fällen heilbar. Um die Prävention zu fördern, hat die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft den Krebs-Vorsorgepass entwickelt. Früherkennungs-Untersuchungen gehören zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen; sie werden aber nur von etwa 50 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer genutzt. "Mit dem Vorsorgepass wollen wir auf das gesetzliche Früherkennungsprogramm aufmerksam machen und mehr Menschen zu einer Teilnahme motivieren", so Prof. Dr. Frank Gieseler, Vorsitzender der Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein. Bereits 15 000 Pässe wurden landesweit versandt.

Der Pass gibt einen Überblick über das gesetzliche Krebs-Früherkennungsprogramm sowie über weitere sinnvolle Untersuchungen zur Früherkennung. Gleichzeitig bietet er den Versicherten und Ärzten die Möglichkeit, die Teilnahme an den Maßnahmen zu dokumentieren und erinnert an den nächsten Untersuchungstermin.

Den Vorsorgepass gibt es kostenlos in Facharztpraxen und Beratungsstellen.

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