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Mythos Traumfigur : Bodyshaping: Wie formbar sind die Muskeln?

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Bewegung stärkt Herz und Kreislauf, schützt vor Übergewicht und hilft beim Stressabbau - es gibt viele gute Gründe, Sport zu treiben. Doch nicht selten steckt auch der Wunsch nach einem perfekten Körper dahinter. Doch inwieweit ist der Körper überhaupt formbar?

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 04:05 Uhr

Viele, die Diät halten und regelmäßig trainieren, tun dies für ihr Aussehen. Dabei haben sie oft ein bestimmtes Ideal vor Augen. Dazu gehören etwa schlanke, muskulöse Arme und Beine, ein flacher Bauch und ein runder Hintern. Aber kann jeder dieses Ideal erreichen?

«Form und Kontur unseres Körpers werden maßgeblich durch die Form unserer Skelettmuskulatur beeinflusst. Möchte man die Form seines Körpers ändern, reicht also eine Ernährungsumstellung in der Regel nicht aus», erklärt Patrick Berndt, Dozent für Trainings- und Bewegungswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG. «Eine Körperfettreduktion hat keinen Einfluss auf die Form der darunterliegenden Muskulatur, sondern macht diese nur besser sichtbar.»

«Die grundsätzliche Form eines Muskels ist zwar vorgegeben, allerdings lässt sich seine Größe durch gezieltes Krafttraining verändern, sodass sich als Konsequenz daraus die Form und Kontur des Körpers als Ganzes verändert», führt der Experte aus. Wichtig dabei ist, durch Intensität, Dauer und Häufigkeit des Trainings immer neue Belastungsreize zu schaffen. Doch nicht jeder Mensch regaiert in gleicher Weise auf einen Belastungsreiz. Dies kann an individuellen Faktoren wie Ernährung oder Alltagsbelastungen liegen. Zudem unterscheiden sich die genetischen Voraussetzungen.

Die meisten Eigenschaften des Körpers sind genetisch festgelegt. Vor allem Hormonhaushalt, Energiestoffwechsel und Muskelfaserverteilung können das Ergebnis des Krafttrainings beeinflussen. In vielen Fällen ist eine Stagnation der Trainingsfortschritte jedoch nicht auf eine bestimmte physische Veranlagung zurückzuführen. «Die wenigsten Sportler nähern sich der Grenze des Möglichen nicht einmal», erläutert Berndt. Häufiger mangelt es an einem ausreichend hohen Belastungsreiz, der die erforderliche Anpassungsreaktion hervorruft.

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