Blasenfrei wandern mit nahtlosen Socken

 Vorbeugen ist besser, als Nachsorge: Beim Wandern läuft man sich leicht eine Blase. Mit gepflegten Füßen kann man die Gefahr zumindest minimieren. Foto: Andrea Warnecke
Vorbeugen ist besser, als Nachsorge: Beim Wandern läuft man sich leicht eine Blase. Mit gepflegten Füßen kann man die Gefahr zumindest minimieren. Foto: Andrea Warnecke

Leipzig (dpa/tmn) - Wandern kann sehr erholsam sein, nicht aber wenn des an den Füßen scheuert und drückt. Deswegen ist, neben der richtigen Schuh, auch die adäquate Sockenwahl entscheidend.

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27. Mai 2013, 01:22 Uhr

Leipzig (dpa/tmn) - Wandern kann sehr erholsam sein, nicht aber wenn des an den Füßen scheuert und drückt. Deswegen ist, neben der richtigen Schuh, auch die adäquate Sockenwahl entscheidend.

Um Blasen beim Wandern vorzubeugen, ist festes Schuhwerk mit wenig Kanten und Nähten ratsam. Uwe Reinholz vom Landesverband der Dermatologen in Sachsen empfiehlt außerdem spezielle Sport- und Wandersocken. Sie sind an der Ferse und an der Fußspitze verstärkt und haben keine Nähte. Die Wahrscheinlichkeit von Druck- und Scheuerstellen auf der Haut verringere sich dadurch. Reinholz rät davon ab, zwei Socken übereinander zu ziehen, weil dadurch zusätzlich Reibung entsteht.

Gepflegte Haut ist grundsätzlich weniger anfällig für Blasen. Wer seine Füße regelmäßig eincremt, profitiere von einer stabileren Haut, sagt der Mediziner. Empfehlenswert sind Cremes, die Harnstoff enthalten.

Hat sich trotz aller Vorsicht doch eine Blase gebildet, schaffen spezielle Pflaster Abhilfe. Sie sind mit Schaumstoff verstärkt und nehmen den Druck von der betroffenen Stelle weg. Bei leichten Beschwerden hilft laut Reinholz eine Zinklotion. Sie wirkt austrocknend und entzündungshemmend. Kleinere Blasen heilen meist von selbst. Der Arzt empfiehlt, sie nicht aufzustechen. Die Haut sei unter der Blase am besten vor Keimen geschützt.

Zur schnellen Druckentlastung dürfen große Blasen dagegen aufgestochen werden. Nadel und Verband müssen aber unbedingt steril sein. Der Hautlappen der aufgestochenen Blase schützt weiterhin den betroffenen Bereich und sollte deshalb nicht entfernt werden. Wenn die Entzündung trotz Selbstbehandlung voranschreitet, gehen Betroffene besser zum Arzt.

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