Schon gewusst? : Bestechende Haarpracht

Neben der richtigen Pflege, verhilft auch ein gesunder Lebensstil zu schöneren Haaren. Foto: sh:z
Neben der richtigen Pflege, verhilft auch ein gesunder Lebensstil zu schöneren Haaren. Foto: sh:z

Ob normales, feines, fettiges, trockenes oder coloriertes Haar, jede Art benötigt die richtige Pflege, um seine Schönheit zu entfalten.

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27. September 2012, 09:37 Uhr

Wer wünscht sich nicht kraftvolles und glänzendes Haar? Wenn es nach den Versprechen der Kosmetik-Industrie geht, ist dies kein Problem. Doch so einfach geht es nicht. Man sollte zuerst von innen heraus die Grundlage für gesundes Haar schaffen. Hierbei spielen die Ernährung und der Lebensstil eine wichtige Rolle. So kann das Rauchen die Durchblutung im Bereich der Haarwurzel behindern. Eine gesunde Lebensweise mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sowie reichlich Flüssigkeitszufuhr ist auch dem Haar anzumerken. Nachfolgend einige Tipps, was man bei der Haarpflege beachten sollte.
Normales Haar
Es ist am unproblematischsten, sollte aber dennoch mild gepflegt werden.

Haare jeden zweiten Tag waschen; dabei ein mildes Shampoo mit Pflanzenwirkstoffen wie Aloe und Jojoba-Öl bevorzugen.


Muss das Haar mehrmals täglich gewaschen werden, um etwa Staub und Schweiß zu entfernen, nur einmal durchshampoonieren.


Mit der Spülung sparsam umgehen (ein walnussgroßer Klecks genügt).


Die Kopfhaut einmal wöchentlich mit ein paar Tropfen Lavendelöl massieren (regt die Durchblutung der Haarwurzeln an).


Feines Haar
Feines Haar leidet durch Sonne und Wind ganz besonders, da es im Verhältnis zum Volumen eine wesentlich größere Oberfläche als kräftiges Haar hat und so leichter austrocknet und spröde wird.

Am wichtigsten ist daher das regelmäßige Schneiden der Haarspitzen alle drei Wochen.


Zum Waschen ein vitalisierendes Volumen-Shampoo verwenden.


Das Ausspülen der Haare mit kaltem Wasser beenden – das erfrischt, fördert die Durchblutung der Kopfhaut und kräftigt so die Haare.


Fettiges Haar
Zur vermehrten Talgproduktion auf der Kopfhaut kommt bei hohen Temperaturen eine erhöhte Schweißbildung hinzu. Dadurch sieht die Frisur schnell ungepflegt aus.

Haare nur so häufig wie nötig waschen, um die Produktion der Talgdrüsen nicht weiter zu stimulieren.


Shampoos mit Teebaumöl-, Pfefferminz-, Salbei- und Limonen-Zusatz verwenden, sie wirken adstringierend (zusammenziehend).


Kopfhaut möglichst nicht massieren und nicht zu heiß waschen.


Mit kaltem Wasser nachspülen, um die Talgdrüsenausgänge zu schließen.


Hände aus den Haaren lassen. Auch der Schweiß aus den Handflächen macht Haar und Kopfhaut fettiger.


Trockenes Haar
Wer trockenes Haar hat, sollte alles vermeiden, was das Haar noch weiter strapaziert - wie kräftiges Rubbeln der nassen Haare oder direkte Sonneneinstrahlung.

Haare zwei- bis dreimal wöchentlich mit wenig Shampoo waschen. Ideal für diesen Haartyp sind Produkte mit Panthenol (Vitamin B5), da sie splissige Spitzen kitten und das "Fliegen" der Haare verhindern.


Auf Dauerwellen und Blondierungen möglichst verzichten.


Eine wöchentliche Ölpackung verbessert Struktur und Kämmbarkeit: Einen EL Jojoba-, Avocado- oder Olivenöl erwärmen und im Haar verteilen. Nach 30-60 Minuten ausspülen und shampoonieren.


Coloriertes Haar
Häufiges Färben kann die Haarstruktur schädigen. Dadurch wird das Haar oft glanzlos, stumpf oder sogar brüchig.

Haare alle 2-3 Tage mit einem milden Shampoo waschen. Farbschutz-Shampoos und -spülungen sind bei Farbschutz und Pflege nicht immer besser als andere Produkte.


Inhaltsstoffe wie Panthenol oder Weizenprotein legen sich wie ein Film um das Haar und können so das Austrocknen verhindern.


Guter Sonnenschutz ist bei coloriertem Haar ein Muss, da gefärbtes Haar leicht einen Gelbstich bekommen kann. Außerdem werden die Farbpigmente (besonders Rottöne) durch Sonneneinstrahlung und häufiges Waschen noch schneller herausgespült.


Dermatologin Dr. Kristine Breuer vom Dermatologikum in Hamburg: "Beim Haarefärben eingesetzte Substanzen, sogenannte oxidative Haarfarben, können nicht nur bei Friseuren, sondern auch beim Konsumenten Allergien auslösen und zu schweren Kontaktekzemen im Bereich der Kopfhaut führen. Mangels guter Alternativen ist ihre Herstellung und Verwendung in den Ländern der EU aber weiterhin erlaubt. Bei Tönungen eingesetzte nicht-oxidative Farbstoffe sind in dieser Hinsicht unproblematischer. Die Industrie arbeitet derzeit an der Entwicklung von Haarfarben mit geringerem allergenen Potenzial."
Pflege aus dem Küchenschrank

Haarpackung: Zwei Eigelb mit einem EL Olivenöl verrühren, mindestens 30 Minuten einziehen lassen und anschließend mit mildem Shampoo auswaschen.


Trockene Haarspitzen: Weizenkeim-, Mandel- oder Olivenöl leicht anwärmen. Einfach etwas Öl in die Haarspitzen geben und über Nacht einwirken lassen.

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