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Besuch im Schwimmbad : Beschwerdefreies Planschen

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Sonnenwetter bedeutet Freibadzeit: Um den Tag im kalten Nass genießen zu können und keine ungebliebten Mitbringsel zu erleiden, sollten einige Punkte beachtet werden.

Flensburg | Die Sonne ist endlich da und lockt die Menschen ins Freie. Auch die Schwimmbäder haben an wärmeren Tagen zahlreiche Besucher. Doch das erfrischende Nass verbirgt einige unerfreuliche Überraschungen. Rote Augen, Druck auf den Ohren oder Fußpilz sind keine Seltenheit. Doch mit ein paar Tipps lassen sich diese Beschwerden vorbeugen.
Wer mag es nicht - nach einem Kopfsprung so lange wie möglich unter Wasser zu bleiben. Besonders junge Leute messen sich gern damit untereinander. Hinterher brennen jedoch die Augen, sind gerötet oder tränen. Schuld daran ist das Chlor, das die Augen reizt. Augenärzte raten deshalb, bei jedem Tauchgang eine Schwimmbrille zu tragen. Dadurch bleiben nicht nur Desinfektionsmittel, sondern auch Schmutz und Keime von den Sehorganen fern. Wenn doch etwas Wasser in die Augen gelangt, gibt es keinen Grund zur Sorge. Meist erholen sie sich nämlich von allein.

"Die Keime liegen überall herum"

Sind die Ohren nach dem Baden zu, kann es sein, dass Wasser den Gehörgang verstopft. Durch leichtes Kopfschütteln fließt dies meistens wieder ab. In anderen Fällen ist ein vollgesogener Ohrenschmalzpfropf der Grund dafür, dass man nichts hört. Dieser quillt auf und verschließt den Gehörgang. Mediziner empfehlen, den Pfropfen nicht selbst mit einem Wattestäbchen oder etwa einer Häkelnadel zu entfernen. Meist würde er nämlich so weiter in den Gehörgang gedrückt. Außerdem kann das Trommelfell beschädigt werden.
Eine andere unangenehme Nebenwirkung von Schwimmbadbesuchen ist Fußpilz. Das Problem: Man geht barfuss am Beckenrand entlang und betritt nach dem Baden mit mehreren Menschen den Duschraum und die Umkleide. Dabei kann man sich leicht Pilze und Bakterien einfangen, die sich überall auf dem Boden befinden. Zu Hause angekommen, fangen die Füße an zu jucken und die Haut rötet sich zwischen den Zehen. Dermatologe Frank Hartig, der in Rendsburg und Eckernförde eine Gemeinschaftspraxis betreibt, rät deshalb, Badeschlappen anzuziehen und damit bis zum Beckenrand zu gehen. Diese sollten auch während des Duschens anbehalten werden, damit die Füße nie den Boden berühren und so mit Keimen oder abgefallenen Hautschüppchen in Verbindung kommen. Nach dem Duschen sei es wichtig, den ganzen Körper richtig abzutrocknen, vor allem zwischen den Zehen und Fingern. Falls sich trotz aller Vorsicht doch ein Pilz gebildet hat, könne dieser mit speziellen Salben oder Lösungen behandelt werden. In manchen Fällen sei auch eine Fußpflege nötig, erklärt der Mediziner. Von Fußduschen in Schwimmbädern rät er jedoch ab: "Meist infizieren sich die Menschen, bevor sie sich mit der Flüssigkeit abspülen", stellt er klar. "Denn die Keime liegen überall herum."
Eine andere Infektion kann auch durch nasse Kleidung hervorgerufen werden: Die Blasenentzündung. Nicht selten setzen sich Wasserratten nach dem Schwimmen an den Beckenrand oder ziehen den Bikini am Strand nicht sofort aus, wenn sie auf ihrem Handtuch liegen. Eine Blasenentzündung ist vorprogrammiert. Am nächsten Tag brennt es dann beim Wasserlassen und der Unterleib schmerzt. Um die Bakterien schnell wieder los zu werden, empfiehlt es sich, viel zu trinken. Verstärken sich jedoch die Symptome, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Oder gleich von vornherein die Badehose gewechselt werden.

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erstellt am 07.Jun.2013 | 03:22 Uhr

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