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Ernährung & Gesundheit

21. August 2017 | 11:00 Uhr

Schon gewusst? : Bekömmliche Festtage

vom

Mit Gewürzen und kleinen Tricks kann jeder gesund über die letzten Tage des Jahres kommen. Wir erklären wie.

Die Weihnachtstage locken nicht nur mit Geschenken, sondern auch mit vielen und besonderen Speisen. Da wird geschlemmt und vielleicht auch mehr Alkohol als sonst getrunken. Nicht immer macht unser Körper das ohne zu murren mit. Hier können uns Gewürze mit ihrem Aroma und ihren hilfreichen Eigenschaften gute Dienste leisten.

Anis

Die Samen der Pflanze "Pimpinella anisum" enthalten das ätherische Öl Anethol. Das wirkt krampf- und schleimlösend. Es mindert Völlegefühl und Blähungen. Ob als Gewürz in Gebäck, im griechischen "Ouzo" oder als Tee kann Anis uns nach einem schweren Essen helfen.

Ingwer

Blätter und Stängel des "Zingiber officinale", sind nicht zum Verzehr geeignet, sondern nur seine aromatische Wurzel. Der Ingwer bringt uns durch seine Schärfe zum Schwitzen, was bei Erkältungen und Schüttelfrost helfen kann. Bei Übelkeit durch ein zu reichlich genossenes Essen kann uns ein Tee aus frischen Ingwerscheiben gute Dienste leisten.

Muskatnuss

Eine richtige Nuss ist die Muskatnuss nicht. Die Samen der aprikosenartigen Früchte des "Myristica fragans" sind sehr aromatisch und fördern den Appetit und die Verdauung. Eine frisch geriebene Messerspitze sollte in jedes Kartoffelgericht gegeben werden. Doch Vorsicht: ab fünf Gramm kann die Muskatnuss Halluzinationen mit Herzrasen und Angstzuständen auslösen.

Gewürznelke

Die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelken-Baums "Eugenia caryophyllata" schmecken sehr intensiv. Das darin enthaltene ätherische Öl Eugenol hemmt die Verbreitung von Bakterien, Viren und Pilzen. Bei Zahnschmerzen kann das Kauen einer Nelke helfen, da die betroffene Stelle leicht betäubt wird. In Plätzchen und Rotkohl sorgen Gewürznelken für den unverwechselbaren Geschmack.

Kümmel

Die bis zu einen Meter hohe Kümmelpflanze wächst überall wild auf Wiesen. Die Kümmelsamen "Carum carvi" sind echte Zauberkünstler in unserem Verdauungstrakt. Sie wirken antibakteriell, verhindern Völlegefühl und Blähungen. Besonders gerne gibt man sie zu Speisen wie Kraut und Kohl.

Vanille

Die echte Vanille ist die Frucht der Orchidee "Vanilla planifolia" und verbreitet ein wohltuendes Aroma. Die ätherischen Öle haben über 35 Duftkomponenten. Das Aroma kann unsere Serotonin-Ausschüttung positiv beeinflussen und die gute Laune fördern. Nicht nur in Keksen oder Schokolade, sondern auch eine Duftkerze aus Vanille kann für eine bessere Stimmung im Winter sorgen.

Kardamom

Die grünen Kapseln "Elettaria cardamomum" aus Südindien werden von Hand geerntet und gehören zu den teuersten Gewürzen. Das enthaltene ätherisch Öl Cineol regt den Gallenfluss an und eignet sich besonders bei Magenbeschwerden und Völlegefühl. Eine aphrodisierende Wirkung wird dem Kardamom in arabischen Ländern nachgesagt. Zu Glühwein, Lebkuchen und Weihnachtsplätzchen trägt er seinen besonderen Geschmack bei.

Pfeffer

Die verschiedenen Farben der Körner des Pfeffers "Piper nigrum" weisen auf den Reifezustand der Früchte hin. Bei uns ist besonders der schwarze Pfeffer beliebt. Die Schärferezeptoren der Mundschleimhaut werden durch Amide mit Piperin angeregt und verbessern die Verdauung. Für die Zubereitung von Pfefferkuchen eignet sich besonders der lange schwarze Pfeffer, der bei uns noch nicht so bekannt ist.

An den Festtagen bewusst geniessen

Wer ein paar kleine Tricks beachtet, kommt ohne Verdauungsbeschwerden und zusätzliches Gewicht über die Feiertage:

Als Vorspeise ist eine klare Suppe geeigneter, als eine gebundene. Ein Salat schmeckt mit einer Essig-Öl-Vinaigrette ebenso gut, wie mit einem Sahnedressing.


Als Beilagen bieten sich Salzkartoffeln oder Klöße eher an, als Kroketten oder Pommes Frites.


Bei Enten- oder Gänsebraten mehrmals während des Bratens in die Haut stechen, so läuft das Fett heraus.


Beim Fondue kann man das Fleisch auch in Brühe statt in Fett garen.


Zu mageren Fleischsorten greifen. Bei Fisch sind Scholle oder Seelachs fettärmer als Lachs oder Makrele.


Zum Nachtisch ist ein Obstsalat eher geeignet als eine mächtige Sahnecreme.


Bei den Keksen und Plätzchen ist Lebkuchen und russisches Brot fettärmer als andere Sorten.


Wer während der Mahlzeit ein Glas Wasser trinkt, ist schneller satt.


Wer auf den Schnaps nach dem Essen verzichten kann, sollte sich lieber einen Espresso gönnen. Auch er hilft bei der Verdauung, hat aber keine Kalorien.


An den Festtagen die Bewegung nicht vergessen. Ein langer Spaziergang hilft auch gegen Verdauungsbeschwerden.

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erstellt am 21.Dez.2012 | 12:40 Uhr

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