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Welt-Asthmatag : Bei Asthma wird Sport empfohlen

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Wegen der Atemnot wird Asthma schnell mit der Unfähigkeit zu Sport verbunden. Doch diese Annahme ist nicht richtig.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 02:05 Uhr

Luftnot ist ein häufiges Symptom von Asthma. Der Verzicht auf Sport liegt nahe. Doch Experten raten Asthmatikern zu körperlicher Betätigung. Besonders betroffene Kinder sollten am Sportunterricht teilnehmen. Pünktlich zum heutigen Welt-Asthmatag gibt der Deutsche Allergie- und Asthmabund bekannt, dass trotzdem noch immer zu viele Kinder aufgrund der Diagnose Asthma vom Sportunterricht befreit werden. "Ein Drittel der asthmatischen Kinder nehmen nicht am regulären Schulsport teil", sagt Andrea Wallrafen, Geschäftsführerin des Vereins. In ganz Deutschland wird von etwa 10 Millionen Menschen ausgegangen, die an Asthma erkrankt sind. Für Schleswig-Holstein können keine klaren Aussagen getroffen werden.
Dass Kinder mit Asthma vom Sportunterricht befreit werden, ist nach Aussage des Asthmabundes gar nicht notwendig. "Es ist mittlerweile zweifelsfrei anerkannt, dass sowohl Kinder wie auch Erwachsene mit Asthma Sport treiben sollen, da dies eine wirksame Unterstützung im Krankheitsmanagement darstellt", erklärt Wallrafen. Die Teilnahme am Sportunterricht sei für Kinder sogar besonders wichtig, "damit sie von Altersgenossen nicht im sozialen Miteinander ausgeschlossen werden", fügt sie hinzu. Häufig leiden Kinder - neben den körperlichen Einschränkungen - auch unter sozialen Problemen. Die Krankheit wird oft nicht akzeptiert, so dass andere Kinder oder auch andere nahestehende Personen sie nicht ernst nehmen. So fühlen sich die Kinder häufig ausgegrenzt.

Ausdauersport ist gut für Asthmatiker geeignet


Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten. Für Asthmatiker sind Sporteinheiten sinnvoll, die aus den drei Phasen Aufwärmung, Belastung und Cool Down bestehen. Fußball, Basketball oder Tennis sind weniger geeignet, weil sie laufintensiv sind und häufig kurze Sprints erfordern. Besser sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, gemäßigtes Joggen, aber auch Wandern oder Skaten.
Atemnot, Husten, eine pfeifende (Aus-) Atmung, ein Enge-Gefühl in der Brust und eine verminderte Belastbarkeit sind Symptome von Asthma. Hervorgerufen werden sie durch eine andauernde Entzündung in der Bronchialschleimhaut. Diese führt zu Verengungen oder auch anfallartigen Verkrampfungen der Muskulatur der Bronchien.
Ursache für Asthma können unterschiedlichste Dinge sein. Allergien spielen oft eine Rolle. Doch Infekte, körperliche Anstrengung oder bestimmte Medikamente können das Asthma verschlechtern. Zusätzlich zu der medikamentösen Behandlung, raten Experten, die Auslöser zu meiden und auf den seelischen Ausgleich, durch Entspannungsübungen oder Sport, zu achten.

Die DAK bietet am Dienstag, den 7. Mai, zwischen 8 und 20 Uhr eine Expertenhotline für Eltern an, deren Kinder unter Asthma bronchiale leiden. Sie ist unter der kostenfreien Rufnummer 0800 1111841 zu erreichen.

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