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Im Einsatz : Ärzte ohne Grenzen helfen in Syrien

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Wer kümmert sich um Kranke und Verletzte in Ländern, in denen Kriege oder andere Konflikte sind? Besondere Mediziner gehen dahin, wo andere fliehen.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 01:34 Uhr

Angst ist kein schönes Gefühl. Trotzdem gibt es Menschen, die damit leben, dass sie dieses Gefühl besonders oft begleitet. Zum Beispiel Ärzte, die extra in das Land Syrien reisen, um zu helfen. Denn in Syrien herrscht seit über zwei Jahren Gewalt: Gegner der Regierung und Unterstützer der Regierung bekämpfen sich.
Menschen überall auf der Welt hoffen, dass in Syrien bald Frieden einkehrt. Um weiter nach einer Lösung für den Konflikt zu suchen, schlagen gerade mehrere Länder ein großes Treffen vor. Doch auch im Land sind Menschen, die versuchen zu helfen - Ärzte zum Beispiel. "Es gibt sehr viele Verletzte", erzählt Arzt Frank Dörner. Er arbeitet für die Hilfseinrichtung Ärzte ohne Grenzen. "Das Problem ist, dass viele Kliniken in Syrien zerstört sind. Zudem sind viele syrische Ärzte und Krankenschwestern ins Ausland geflohen. Weil sie bedroht wurden. Deshalb kommen Ärzte aus anderen Ländern nach Syrien, auch aus Deutschland."

Die Angst als ständiger Begleiter


Die Arbeit der Ärzte kann man sich aber nicht vorstellen, wie hier bei uns. "Manchmal sind Krankenhäuser in normalen Wohnhäusern zu finden, weil die alten Kliniken zerstört wurden", sagt Frank Dörner. Die Ärzte behandeln dort Kranke, die zum Beispiel von Kugeln verletzt wurden. Aber auch normale Sachen wie eine Blinddarm-Entzündung oder ein gebrochener Arm sind darunter. Auf technische Hilfe wie Röntgengeräte müssen sie dabei schon mal verzichten.
"Es gibt auch oft keine normalen Operations-Räume", erklärt Frank Dörner. "Trotzdem müssen die Operationen sehr sauber ablaufen. Sonst könnten sich die Wunden der Patienten entzünden - und das kann gefährlich sein." Gefährlich ist es auch oft für die Ärzte selbst. Schließlich arbeiten sie mitten im Konflikt. "Die Ärzte haben natürlich Angst, wenn sie nach Syrien gehen", sagt Frank Dörner. "Aber sie sehen es als ihre Pflicht an zu helfen. Und viele Syrer sind sehr dankbar, dass Ärzte aus anderen Ländern kommen."
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