Abseits der Therapie: Selbsthilfegruppe für Borderliner

Jugendliche mit einer Borderline-Störung leiden häufig unter einem Gefühl der Leere. Foto: dpa
Jugendliche mit einer Borderline-Störung leiden häufig unter einem Gefühl der Leere. Foto: dpa

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01. August 2013, 04:59 Uhr

Nordfriesland | Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) zeichnet sich durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen aus. Bestimmte Bereiche des Fühlens, Denkens und Handelns sind beeinträchtigt, was sich durch ein teilweise paradox wirkendes Verhalten sowie in einem gestörten Verhältnis zu sich selbst äußert. Die BPS wird sehr häufig von weiteren Belastungen begleitet: darunter dissoziative Störungen, Depressionen sowie verschiedene Formen von selbstverletzendem Verhalten. Für Betroffene kann es eine Erleichterung sein, sich mit anderen Erkrankten zu treffen, um sich abseits der Therapie über Erfahrungen auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Eine Selbsthilfegruppe für Nordfriesland trifft sich regelmäßig alle zwei Wochen. Näheres zu Zeit und Ort erfahren Interessierte in der Einrichtung "Kibis" (Kontakte, Information und Beratung im Selbsthilfebereich) mit Sitz in Husum (Telefon 04841/800777, E-Mail info@kibis-nf.de).

Leben mit dem Borderline-Syndrom würde bedeuten, "jeden Tag aufs Neue ein Zelt bei Windstärke 12 aufzubauen", hat einmal eine Betroffene ihren Zustand beschrieben. Die Bezeichnung Borderline bedeutet übersetzt Grenzlinie.

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