Operation : Ablenkung nach der Narkose

Eltern können ihren Kindern oftmals besser die Furcht vor der Narkose nehmen als Krankenschwestern. Foto: dpa
Eltern können ihren Kindern oftmals besser die Furcht vor der Narkose nehmen als Krankenschwestern. Foto: dpa

Auch bei Kindern müssen Operationen ab und zu durchgeführt werden. Auf spielerische Art und Weise können Eltern den Kleinen die Angst nehmen.

shz.de von
08. Mai 2013, 05:00 Uhr

Ablenkung hilft sowohl unruhigen als auch gelassen wirkenden Kindern nach einer Narkose, die Erlebnisse besser zu verkraften. Auch wenn Kinder noch ruhig erscheinen, können Zuspruch, Trost und Mitgefühl verhindern, dass sie Furcht entwickeln. "Am sinnvollsten sind dabei Ablenkungen und Gespräche, die nichts mit der Behandlung zu tun haben", fasst Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte die Ergebnisse einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift "Anesthesiology" (Ausgabe April 2013) zusammen.
Die Untersuchung zeigt, dass Eltern ihre Kinder im Krankenhaus unterstützen können. Bisherige Beobachtungen haben die Anwesenheit der Eltern im Aufwachraum unterschiedlich bewertet. Laut den Forschern mindert die Anwesenheit der Eltern zwar nicht das Weinen des Kindes, wenn es aus der Narkose erwacht. Doch längerfristig können Kinder den Eingriff deutlich besser verarbeiten und sind Wochen danach weniger verhaltensauffällig.
Wenn eine Operation ansteht, sollten Eltern mit einem älteren Kind fünf bis sechs Tage davor darüber sprechen, mit einem Kleinkind etwa zwei oder drei Tage vorher, rät Nentwich. Dabei sollten sie altersgerechte Wörter wie "Schlaf" für die Narkose verwenden. Auch ein Spiel mit Puppen kann dazu hilfreich sein. Risiken der Narkose sollten Eltern allein mit dem Arzt besprechen. "Erst ab etwa zwölf Jahren kann das Kind solche Informationen richtig einordnen", sagt Nentwich.

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