Ab Juni: Apotheke kann Arznei eines anderen Herstellers abgeben

 Freie Auswahl: Demnächst bestimmt der Apotheker über den Hersteller des verordneten Medikaments. Foto: Uli Deck
Freie Auswahl: Demnächst bestimmt der Apotheker über den Hersteller des verordneten Medikaments. Foto: Uli Deck

Oberursel (dpa/tmn) - Patienten müssen ab dem 1. Juni damit rechnen, in der Apotheke Medikamente von einem anderen als dem bisher gewohnten Hersteller zu bekommen. Hintergrund sind neue Rabattverträge.

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30. Mai 2013, 11:44 Uhr

Oberursel (dpa/tmn) - Patienten müssen ab dem 1. Juni damit rechnen, in der Apotheke Medikamente von einem anderen als dem bisher gewohnten Hersteller zu bekommen. Hintergrund sind neue Rabattverträge.

Der Apotheker kann Arznei eines anderen Herstellers abgeben. Denn ab Juni gelten neue Rabattverträge, die regelmäßig zwischen Krankenkassen und Arzneimittelproduzenten ausgehandelt werden. Das teilt die Initiative Schmerz messen mit. Da sich trotz des gleichen Wirkstoffs Wirkung und Verträglichkeit der Medikamente unterscheiden können, komme der Austausch vor allem bei Schmerzpatienten der Einstellung auf ein neues Arzneimittel gleich.

Um das zu vermeiden, rät die Initiative Betroffenen, den Apotheker nach dem Grund für den Austausch zu fragen und ihren behandelnden Arzt darüber zu informieren. Er könne sie dann über mögliche Begleiterscheinungen aufklären. Außerdem habe er die Möglichkeit, den Austausch zu verhindern, indem er auf dem Rezept das Kästchen mit den Worten «aut idem» ankreuzt. Dann müsse der Apotheker das auf dem Schein vermerkte Medikament herausgeben. Die Initiative ist eine Kooperation der Deutschen Schmerzliga und der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie.

Download Ratgeber zum Austausch von Medikamenten

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