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Gesellenbrief als Kfz-Mechatroniker in der Tasche, den Abschluss als Automobilkaufmann erfolgreich geschafft - was kommt eigentlich nach einer fundierten Ausbildung?

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 09:49 Uhr

Für die technischen und die kaufmännischen Ausbildungszweige bietet das Kfz-Gewerbe verschiedene anerkannte und zertifizierte Weiterbildungsmaßnahmen. Denn: Kompetente und kundenfreundliche Beratung sind das A und O beim Service rund um das Automobil.

Kfz-Servicetechniker

Ein Kfz-Servicetechniker ist Fachmann für die Diagnose und unterstützt den Kfz-Meister bei der Beratung der Kunden. Der staatlich anerkannte Beruf ist die mittlere Karrierestufe zwischen Geselle und Meister.

Vor allem für junge Kfz-Mechatroniker-Gesellen ist die Weiterbildung ein perfekter Karrierebaustein: Bereits unmittelbar nach der Gesellenprüfung können sie mit der Fortbildung starten. Wer die Prüfung zum Kfz-Servicetechniker erfolgreich besteht, bekommt den praktischen Teil der Meisterprüfung angerechnet.

Meister im  Kfz-Techniker-Handwerk

Ein Meister arbeitet selbstständig in seiner eigenen Firma oder übernimmt im Kfz-Betrieb verschiedene leitende Aufgaben. Er kann ein Autohaus oder den Kundendienst leiten sowie für die Werkstatt verantwortlich sein. Dazu gehört es, Aufträge zu erstellen, Reparaturen zu kalkulieren und die Arbeit der Werkstattmitarbeiter bei übergreifenden Aufträgen zu koordinieren und zu kontrollieren. Er übernimmt zudem die Endkontrolle der Werkstattarbeit. Meister überprüfen die Ausbildungsergebnisse der Lehrlinge und organisieren innerbetriebliche Schulungen.

Um den Meisterbrief im Kraftfahrzeug-Handwerk zu erlangen, ist eine abgeschlossene Gesellenprüfung zum Kfz-Mechatroniker erforderlich. Nach einer Vorbereitungszeit von zirka 1600 Stunden legen die künftigen Meister eine Prüfung im fachpraktischen, fachtheoretischen, betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen, rechtlichen, sowie berufs- und arbeitspädagogischen Bereich ab.

Geprüfter Automobil-Serviceberater

Als Dienstleistungsprofi fungiert er als Schnittstelle zwischen Kunden und Werkstatt. Er führt Gespräche mit Kunden im Annahmebereich, vereinbart Termine, diagnostiziert Störungen am Fahrzeug und erstellt Kostenvoranschläge. Auch bearbeitet er Garantie- und Kulanzanträge oder plant Marketing-Aktivitäten.

Grundvoraussetzung zur Teilnahme am Ausbildungsprogramm ist eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie das Bestehen eines Eingangstests im kraftfahrzeugtechnischen Bereich. Der Eingangstest entfällt bei Vorliegen einer abgeschlossenen technischen Ausbildung im Kfz-Gewerbe.

Geprüfter Automobilverkäufer

Der Geprüfte Automobilverkäufer steht als Verkäufer für Neu- und Gebrauchtwagen im direkten Kontakt zum Kunden. Er arbeitet somit an einer entscheidenden Schnittstelle im Autohaus. In der Weiterbildung lernen die Geprüften Automobilverkäufer die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen des Verkaufsgeschäfts kennen, erhalten Informationen zu Produkten, Branchen und Marken und absolvieren Verkaufstrainings.

 Eine ideale Voraussetzung für diese Weiterbildung ist eine abgeschlossene Ausbildung zum Automobilkaufmann. Auch Bewerber, die einen anderen technischen oder kaufmännischen Beruf erlernt haben, sowie Abiturienten und Uni-Absolventen können sich hier weiterbilden.

Geprüfter Automobil Teile- und Zubehörverkäufer

Ob ein Kunde Reifen, Accessoires oder Ersatzteile kaufen möchte  – hier ist der Geprüfte Automobil Teile- und Zubehörverkäufer gefragt. Für seine Aufgaben braucht er vor allem kommunikative und beratende Fähigkeiten, aber auch eine gehörige Portion Verkaufstalent. Weiterhin ist er für die Preisgestaltung und -auszeichnung sowie für die Dekoration und Präsentation von Produkten verantwortlich.

 Zugangsvoraussetzung ist eine erfolgreich abgeschlossene  Berufsausbildung mit einjähriger Berufserfahrung oder eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Wer eine kaufmännische Ausbildung mitbringt, absolviert vorher einen Kfz-technischen Eignungstest.

Betriebswirt im Kfz-Gewerbe

Innerhalb von elf Monaten können junge Mitarbeiter mit kaufmännischen oder Kfz-technischen Berufen an der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft (BFC) im Kfz-Gewerbe in Northeim ein markenübergreifendes Studium zum Betriebswirt im Kfz-Gewerbe absolvieren. Sie bietet den künftigen Nachwuchs- und Führungskräften sowie Unternehmensnachfolgern des Kfz-Gewerbes das nötige Know-how in der Automobilwirtschaft.

 Die Lerninhalte reichen von Betriebs- und Volkswirtschaftslehre bis zu Kfz-Unternehmensführung, Arbeits- und Wirtschaftsrecht sowie Personalführung und Marketing. Der theoretische Unterricht wird während des Studiums mit Workshops, Trainings und Vorträgen untermauert.

Bachelor of Business Administration (BBA)

Nach dem Abschluss können Absolventen der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kfz-Gewerbe an der Northwood University in USA den akademischen Titel „Bachelor of Business Administration (BBA)“ oder an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) den „Bachelor of Arts in Business Administration“ beides mit Schwerpunkt „Automotive“ erwerben.

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