Grundregeln der Deeskalation : Was hilft Pflege-Beschäftigten bei Gewalt-Konfrontation?

Eine Pflegerin schiebt eine ältere Frau im Rollstuhl durch einen Flur in einem Seniorenzentrum. /dpa
Eine Pflegerin schiebt eine ältere Frau im Rollstuhl durch einen Flur in einem Seniorenzentrum. /dpa

Verbale oder körperliche Gewalt - für Beschäftigte in Krankenhäusern und der Pflege ist das keine Seltenheit.

shz.de von
04. Juni 2019, 12:19 Uhr

In solchen Momenten ist es wichtig, die Grundregeln der Deeskalation zu kennen. So hilft es laut der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), mindestens eine Armlänge Abstand zum Gegenüber zu halten. Außerdem sollten Betroffene versuchen, Zeit zu gewinnen, um sorgfältige Entscheidungen treffen zu können und Spannung abzubauen.

Generell ist es hilfreich, wenn Beschäftigte Emphatie, Sorge, Respekt und Fairness zeigen. Außerdem empfiehlt es sich, mit ruhiger und tiefer Stimme zu sprechen, wie die BGW in einer Broschüre erläutert. Wer Gewalt erlebt, sollte versuchen, die Situation realistisch einzuschätzen, und sich fragen, ob sie alleine zu bewältigen ist oder man Hilfe benötigt.

Wichtig sind auch regelmäßige Übungen zum Thema und eine offene Kommunikation zum Thema Gewalt gegen Beschäftigte. Beides ist aber nicht zuletzt Aufgabe des Arbeitgebers.

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