Azubis in Flensburg : Von Washington nach Flensburg

<p>Die „Neuen“ bei der Brauerei: v.l. Leon (Industriekaufmann), Jacob (Brauer und Mälzer), Christina (Industriekauffrau), Tobias (Fachkraft für Lagerlogistik) und Frank (Brauer und Mälzer).</p>

Die „Neuen“ bei der Brauerei: v.l. Leon (Industriekaufmann), Jacob (Brauer und Mälzer), Christina (Industriekauffrau), Tobias (Fachkraft für Lagerlogistik) und Frank (Brauer und Mälzer).

Jakob Maximilian Röller und andere Azubis begannen am 1. August 2018 ihre dreijährige Ausbildung.

shz.de von
02. August 2018, 11:16 Uhr

Flensburg | Ausbildung bei der Flensburger Brauerei: Als der Berliner Jakob Maximilian Röller zum ersten Mal nach Flensburg kam, hatte er erstmal einen Kulturschock: Mit zehn Jahren ist er nach Washington gezogen und beendete dort erfolgreich sein internationales Abitur. Da Röllers Vater beim ZDF als Auslandskorrespondent arbeitet, hat der 18-jährige schon viel von der Welt gesehen.

Flensburg sei zwar deutlich kleiner als die Städte in denen er bisher lebte, trotzdem gefällt es Röller hier sehr gut: „Die Leute sind echt freundlich und haben einen angenehmen Dialekt.“ Jetzt ist er bei der Flensburger Brauerei gelandet und hat dort gestern seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer begonnen: „Ich wollte einfach mal etwas praktischer arbeiten. Zwölf Jahre Schule waren erstmal genug“, berichtet Röller. Auf die Idee, sich für eine Ausbildung zu bewerben, kam der 18-jährige beim Praktikum in der Brauerei: „Mir ist vor allem das positive Arbeitsklima in Erinnerung geblieben.“

Beim Bewerbungsgespräch überzeugt

Christina Jessen hatte gestern ebenfalls ihren ersten Arbeitstag in dem Unternehmen am Munketoft. Die angehende Industriekauffrau kommt aus der Nähe von Husum und kam in der „Nacht der Bewerber“ auf die Idee, sich bei der Brauerei zu bewerben: „Beim Bewerbungsgespräch hatte ich direkt einen super Eindruck von den Menschen, die hier arbeiten.“ Jessen schildert auch, dass sie von ihren neuen Kollegen lieb begrüßt worden sei.

Nach Angaben von Pressesprecherin Sara Sausmikat-Theilen bildet die Brauerei seit gestern insgesamt fünf Azubis aus. Dazu gehören jeweils zwei Industriekaufleute sowie Brauer und Mälzer und eine Fachkraft für Lagerlogistik. Jedem Azubi steht ein Pate mit Rat und Tat zur Seite.

Wieder mehr Azubis im Handwerk

Die Industrie- und Handelskammer verzeichnet in diesem Jahr einen leichten Azubi-Rückgang. Andreas Haumann von der Handwerkskammer Flensburg berichtet hingegen, dass die Ausbildungszahlen bei den handwerklichen Berufen im Vergleich zum Vorjahr angestiegen seien. Für den Präsidenten der Handwerkskammer Günther Stapelfeldt ist klar, dass die steigenden Zahlen vor allem auf eine bundesweite Imagekampagne zurückzuführen sind, die für Handwerksberufe begeistern soll. Außerdem hätten Azubis sehr gute Karrieremöglichkeiten: „Heute machen die Schüler eine Ausbildung und in ein paar Jahren führen sie als Meister ihren eigenen Betrieb – das ist im Handwerk möglich“, sagt Stapelfeldt.

Azubis beim sh:z und bei Queisser

In diesem Jahr beginnen ebenfalls acht junge Menschen ihre Ausbildung im sh:z-Medienhaus. Hier legen sie den Grundstein ihrer beruflichen Laufbahn als Medienkaufleute, duale Studenten, Mediengestalter und Kauffrauen für Büromanagement.

<p>Beim sh:z haben angefangen: v.l. Lena (Mediengestalterin), Steffen (Medienkaufmann), Sarah (Medienkauffrau), Kim Niclas (Medienkaufmann), Maxi-Sophie (Medienkauffrau), Natalie (BA), Alina (BA), Selina (Kauffrau für Büromanagement).</p>
Martin Jahr

Beim sh:z haben angefangen: v.l. Lena (Mediengestalterin), Steffen (Medienkaufmann), Sarah (Medienkauffrau), Kim Niclas (Medienkaufmann), Maxi-Sophie (Medienkauffrau), Natalie (BA), Alina (BA), Selina (Kauffrau für Büromanagement).

 

Das Pharma Unternehmen Queisser bildet Fachlageristen, Industriekaufleute und Chemielaboranten aus: „Mir lagen Chemie und Biologie in der Schule am besten. Außerdem ist mein Vater Chemieingenieur, da hat sich die Ausbildung als Laborantin angeboten“, berichtet die 20-jährige Tamsyn Bromberg. Der angehende Industriekaufmann Robin Koch hat sich für Queisser entschieden, da das Unternehmen über einen guten Ruf in Flensburg verfüge: „Queisser ist für mich eine bedeutende Marke in der Gegend und  ich bin froh, bei einem familiären Unternehmen gelandet zu sein.“

<p>Queisser-Azubis: v. li. Kian (Bachelor, BA), Vincent (Fachlagerist), Michel (BA), Philipp Ehlers (Fachlagerist), Robin (Industriekaufmann), Madita (Fachlageristin, Telse (Industriekauffrau), Marlies (BA) Tamsyn (Chemilaborantin), Jannis Anastasiadis (Fachlagerist).</p>
sh:z

Queisser-Azubis: v. li. Kian (Bachelor, BA), Vincent (Fachlagerist), Michel (BA), Philipp Ehlers (Fachlagerist), Robin (Industriekaufmann), Madita (Fachlageristin, Telse (Industriekauffrau), Marlies (BA) Tamsyn (Chemilaborantin), Jannis Anastasiadis (Fachlagerist).

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