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Verkehrsüberwachungsdienst : Verkehrssündern auf der Spur

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Unterwegs mit dem Verkehrsüberwachungsdienst der Schutzpolizei.

twas sonderbar ist das schon, meint Polizeioberkommissar Helge Rahn: 100 Meter vor und hinter den blau-silbernen Autos mit der wohlbekannten Aufschrift Polizei, scheint die Welt auf der Straße noch in Ordnung zu sein. Davor und dahinter allerdings herrschen mitunter bedenkliche Zustände. Unfallflucht, rasende Motorräder, eilige Geschäftstermine, die Liste der Verstöße und Ausreden ist lang, wissen Tanja Potratz und Helge Rahn vom Verkehrsüberwachungsdienst der Schutzpolizei in Neumünster.
Ihr Revier sind die Fernverkehrsstraßen und Autobahnen zwischen Hamburg und Flensburg. Zentral von Neumünster aus machen sich die zivilen Einsatzwagen auf den Weg, um Dränglern, Rasern oder leichtsinnigen Lenkern von Lastwagen auf die Sprünge zu helfen. "Man weiß nie, wer drin sitzt, wenn man ein Fahrzeug anhält und kontrolliert", sagt Rahn, der bereits zehn Jahre dabei ist. Was zunächst nach einem normalen Einsatz mit einem vermutlichen Verkehrssünder auf der Straße aussieht, kann sich schnell als Fall mit einem flüchtigen Bankräuber oder Straftäter, der per Haftbefehl gesucht wird, entpuppen.

Beweisführung per Video

Für welches Fahrzeug die nächste Videoüberwachung anläuft, müssen die Beamten überwiegend selbstständig entscheiden. In Neumünster wartet modernste Auswertungstechnik auf die Bänder der Beamten. Ausreden der Verkehrssünder lässt die moderne verkehrstechnische Auswertung nicht zu.
Und wenn sich wieder einmal Gerichtstermine als Zeugen häufen, die eben auch zum täglichen Brot der Beamten auf der Straße dazugehören oder ein trüber, grauer Novembertag mit Nieselregen im Hamburger Randgebiet unterwegs den Arbeitstag trübt, wissen die Beamten: Morgen kann das ganz anders aussehen.
Außerdem gibt es immer wieder Abwechslung. Die Begleitung der Harley-Ausfahrt am Wochenende, Eskortfahrten bei hochrangigen Politikerbesuchen oder das Fußballpokalspiel gehören ebenso zum Alltag. Ob sie ihre Entscheidung in den Polizeidienst zu treten, bereut haben? "Nein, keinen Tag", sind sich Tanja Potratz und Helge Rahn einig. Ralf Seiler

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erstellt am 26.Aug.2013 | 09:38 Uhr

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