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Arbeit : Urlaubsanspruch hängt von der Art des Praktikums ab

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Sechs Wochen als Praktikant mithelfen - und was ist mit Urlaub? Das hänge davon ab, was für eine Art Praktikum junge Leute machen, erläutert der Arbeitsrechtler Alexander Bredereck.

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2013 | 13:16 Uhr

Nicht jeder Praktikant hat einen Urlaubsanspruch. «Bei einem Pflichtpraktikum, das beispielsweise in der Studienordnung festgeschrieben ist, gibt es keinen Urlaubsanspruch», sagt Alexander Bredereck. Dabei sei gleichgültig, ob jemand sechs oder zwölf Wochen in einem Unternehmen bleibe. Denn das Praktikum gilt als Teil des Studiums, in dem freie Tage ebenfalls nicht vorgesehen sind.

Bei einem freiwilligen Praktikum sieht die Sache anders aus: Nach dem Bundesurlaubsgesetz kann anteilig Anspruch auf Urlaubstage entstehen. Insgesamt haben Arbeitnehmer danach 24 Urlaubstage pro Jahr. «In erster Linie gilt da natürlich: Was steht in meinem Praktikumsvertrag?», ergänzt Bredereck. Nach dem Gesetz gibt es einen Anspruch auf ein Zwölftel für jeden vollen Monat. Die Krux bei den freiwilligen Praktika sei oft: Die jungen Leute würden wie Angestellte behandelt und erledigten die gleichen Aufgaben wie sie. Wo Praktikum draufsteht, steckt in Wirklichkeit oft ein Arbeitsverhältnis drin. Danach hätten Praktikanten einen Anspruch auf Vergütung und Urlaubstage.

Grundsätzlich sollte bei einem freiwilligen Praktikum das Reinschnuppern in den Betrieb im Vordergrund stehen. In der Regel verzichten Praktikanten dabei auf Urlaub. «Es kommt eher schlecht an, wenn man Ansprüche anmeldet», gibt Bredereck zu bedenken. Denn eigentlich gehe es ja darum, so viel wie möglich in dem Unternehmen mitzukriegen und zu lernen.

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