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Familienbetrieb : Wenn der Betrieb in der Familie bleiben soll

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele Chefs haben den Wunsch, dass ihr Unternehmen in den Händen der Familie bleibt. Das muss man dem Nachwuchs schmackhaft machen.

Berlin | In vielen mittelständischen Betrieben wünschen sich die Chefs, das Unternehmen in der eigenen Familie zu halten. Damit die Sprösslinge dem Wunsch tatsächlich nachkommen, müssen die Eltern aber selbst etwas tun: Der Nachwuchs muss zum Beispiel schon früh merken, dass die Arbeit Freude macht, sagt Marc Evers vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Spürt er nur, dass der Job Stress und Ärger verursacht und Zeit raubt, haben Vater oder Mutter schlechte Karten, den Nachfolger in der eigenen Familie zu finden. Den Vorteil in der Familiennachfolge sehen viele Mittelständer darin, dass das Kind den Betrieb womöglich besser kennt als ein fremder Manager, erklärt Evers. Außerdem geht der Wunsch damit einher, dass die Übergabe dem Patriarchen so leichter fällt als ein Verkauf an einen Fremden.

Dieser Wunsch erfüllt sich aber nicht zwangsläufig: „Das Loslassen fällt schwer“, weiß Evers. Man dürfe nicht unterschätzen, dass auch die Übergabe in der Familie mit Reibungspunkten verbunden ist.

So haben Sohn oder Tochter eventuell andere Vorstellungen, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln soll. Gut sei, während der Übergangphase die jeweiligen Vorstellungen anzusprechen. Und Vater und Mutter müssen auch akzeptieren, wenn ihr Kind Neuerungen vorhat – und sich vor Augen halten, dass Änderungen manchmal nötig und gut sind.

Eine Möglichkeit, damit Vater oder Mutter den Betrieb nicht ganz verlassen müssen, dem Nachfolger aber auch nicht zu stark hineinreden, ist das Schaffen eines Beirats. Durch ihn könne man sich den Erfahrungswert zunutze machen und Vater oder Mutter die Verbindung zum Unternehmen gewähren, ohne dass sie zu viel Druck ausüben.

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erstellt am 04.Aug.2015 | 12:25 Uhr

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