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Betriebsnachfolge frühzeitig regeln : Serie: „Unternehmer gesucht“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Thema der Unternehmensnachfolge ist äußerst wichtig. Durch eine rechtzeitige Planung können zahlreiche Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Flensburg | Zahlen gehören bei Wirtschaftsunternehmen zum täglich Brot. Doch hinter den Zahlen, die in einer Studie über Unternehmensnachfolgen veröffentlicht wurden, stehen Menschen. Viele Menschen. In den kommenden zehn Jahren werden in Schleswig-Holstein und Hamburg 14.000 Betriebe mit fast 400.000 Mitarbeitern den Eigentümer wechseln müssen. Bei rund 6000 Unternehmen ist die Nachfolge noch nicht geregelt.

„Gerade im Interesse des Erhalts zahlreicher Arbeitsplätze muss eine Betriebsnachfolge möglichst früh vorbereitet werden“, sagt Udo Hansen, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Flensburg. Die Suche nach einem Nachfolger im Unternehmen solle so früh wie möglich beginnen, betont Hansen. „Jüngste Umfragen haben ergeben, dass sich viele viel zu spät mit dieser Thematik befassen.“ In einer Serie wird unsere Zeitung ab dem 2. Mai ein Jahr lang jeweils am ersten Sonnabend im Monat das Thema „Unternehmensnachfolge“ beleuchten – mit vielen Praxisbeispielen, menschlichen Geschichten und Hinweisen von Experten.

„Die Unternehmensnachfolge ist ein sehr emotionales und komplexes Thema“, erklärt Nils Thoralf Jarck, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lübeck. „Deswegen wird es oft nach hinten geschoben.“ Insgesamt wird in Zukunft eine steigende Zahl an Alt-Unternehmern einer abnehmenden Zahl an möglichen Nachfolgern gegenüberstehen. Die hohe Zahl an Unternehmen auf der Suche nach einem Nachfolger verschärft die Problematik, einen geeigneten Nachfolger zu finden – und damit Tausende Arbeitsplätze im Land zu sichern.

Das Thema Unternehmensnachfolge ist wichtig. Sehr wichtig. Jarck: „Wenn diese Übergaben – auch aus demographischen Gründen – nicht erfolgen, dann hat unser Wirtschaftsstandort ein großes Problem, da nicht nur Arbeitsplätze verloren gehen, sondern komplette Wertschöpfungsketten wegbrechen.“

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erstellt am 28.Apr.2015 | 10:39 Uhr

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