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Hochschulen : Studieren ohne Abitur - Voraussetzungen variieren je nach Land

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Ohne Abi kein Studium? So muss es nicht sein. Wer die richtigen Voraussetzungen erfüllt, schafft es auch ohne das Abschlusszeugnis von Gymnasium und Co. in den Hörsaal. Eine Ausbildung und ein paar Jahre Berufserfahrung sind ein Anfang.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 16:16 Uhr

Um zu studieren, ist das Abitur kein Muss. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich auch Nicht-Abiturienten an Fachhochschulen und Universitäten in ganz Deutschland einschreiben. Allerdings variieren die Zulassungsbedingungen von Land zu Land. Informationen dazu hat das Portal studieren-ohne-abitur.de gesammelt, das das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) betreibt. In der Regel ist es ausreichend, eine Berufsausbildung abgeschlossen zu haben und über eine gewisse Berufserfahrung zu verfügen.

Auch Meister oder Personen mit anderen hochqualifizierten Berufsbildungsabschlüssen können sich bewerben. In anderen Fällen ist ein Probestudium das Einlasstor an die Uni. Manchmal ist es auch möglich, über eine Eignungs- oder Begabtenprüfung das Studium zu beginnen.

Für Rheinland-Pfalz lauten die konkreten Voraussetzungen zum Beispiel wie folgt: Eine Ausbildung mit der Abschlussnote 2,5 oder besser und mindestens zwei Jahren Berufserfahrung gelten als Fachhochschulzugang. Fachgebunden können sich Interessenten sogar an Universitäten bewerben, erklärt Ulrike Cron von der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH). Das bedeutet, dass ein Bewerber mit Bankausbildung und entsprechender Berufserfahrung sich zum Beispiel für ein BWL-Studium bewerben kann.

«Der Abschluss Meister ist mit dem Abitur gleichgesetzt», sagt Cron. Meister können sowohl an Fachhochschulen als auch an Universitäten studieren. Außerdem ist es in Rheinland-Pfalz in bestimmten Fällen möglich, ohne Abitur und Bachelorabschluss den Master oder MBA zu machen. Das geht zum Beispiel an der Hochschule Trier im Master of Computer Science, den derzeit einige Fachinformatiker absolvieren. «Ohne Eignungsprüfung geht das nicht», erklärt Cron, wie die Studenten zum Master zugelassen wurden.

Cron hat mit den studierenden Nicht-Abiturienten sehr gute Erfahrungen gemacht. «Die wissen, was auf sie zukommt», sagt sie. Anders als viele Abiturienten, die direkt von der Schule kommen, haben sie schon Erfahrung mit der Materie gemacht. «Sie sind sehr zielorientiert.»

Mittlerweile studieren etwa 32 000 Menschen in Deutschland ohne (Fach-)Abitur, so das CHE. 2009 hatte es eine Initiative von der Kultusministerkonferenz (KMK) gegeben, um den Zugang zu Hochschulen für Nicht-Abiturienten durchlässiger zu machen.

Studieren ohne Abitur

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