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Berufswahl : Solider Einstieg in den Pflegeberuf

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Ob man sich für einen Pflegeberuf eignet, finden man am Besten im Praktikum heraus. Unsere Checkliste bietet einen kompakten Überblick.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2012 | 10:20 Uhr

Wege in die Pflege gibt es viele. Drei bundesweit einheitlich geregelte Ausbildungsberufe werden angeboten - sie teilen sich auf in die Bereiche Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege. Entsprechend unterschiedlich ist die jeweilige Arbeit. Wolfram-Arnim Candidus von der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) rät daher: "Zuvor ein Praktikum machen, um herauszufinden: Ist das was für mich?" Wer in dem Bereich arbeiten will, sollte auf jeden Fall Organisationstalent besitzen und gerne mit anderen Menschen zu tun haben.
Pflegekräfte sind derzeit gesucht: nach Einschätzung des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) sind aktuell mehr als 30.000 Stellen unbesetzt. Zugleich streben immer mehr junge Menschen einen Pflegeberuf an, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. So haben im Jahr 2010 rund 54.200 Jugendliche eine Ausbildung in diesem Bereich angefangen – rund 32 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.
Die Ausbildungen zum staatlich anerkannten Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpfleger dauern je drei Jahre. Voraussetzung ist die Mittlere Reife. Nur sie befähigen dazu, samtliche Aufgaben eines Pflegers eigenständig zu übernehmen. So dürfen Absolventen etwa Patienten betreuen und versorgen, bei Untersuchungen assistieren und Patientendaten dokumentieren.
Daneben gibt es entsprechende Ausbildungen für Hilfskräfte. Im Bereich der Kranken- oder Kinderkrankenpflege dauert sie ein Jahr. In der Altenpflege kann man ebenfalls nach einjähriger Ausbildung zum Helfer werden. Bewerber brauchen einen Hauptschulabschluss. Das Aufgabenspektrum bei Hilfskräften sei begrenzt, erklärt Candidus. Sie unterstützen das Pflegepersonal, führen Gespräche mit den Patienten oder helfen ihnen zur Toilette.
CHECKLISTE: Gesundheits- und Krankenpfleger

  • Die Voraussetzungen für den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf sind mindestens mittlere Bildungsabschlüsse, gute Noten in Deutsch und Naturwissenschaften.

  • Verständnis für Patienten, gepflegtes Auftreten, Interesse an Medizin und Pflege

  • Bei Allergieneigung: Arzt vorab konsultieren

  • Auskünfte zu Bewerbung, Auswahlverfahren und möglichen Kosten: direkt bei den Berufsfachschulen

  • Vorpraktikum: vorteilhaft, nicht Bedingung

  • Dauer der Ausbildung: 3 Jahre bei Vollzeit, 3,5 Jahre bei Aufbaumodulen, maximal 5 Jahre bei Teilzeit

  • Zuständig: Landesbehörden, staatliche Prüfungskommissionen

  • Mögliche Belastungen: Arbeit mit Kranken, Dienst zu unterschiedlichen Zeiten, auch am Wochenende und unter Zeitdruck, möglicher Umgang mit biologischen und chemischen Substanzen, körperlicher Einsatz (Anheben von Patienten), hohe Verantwortung

  • Internet-Adressen: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe(www.dbfk.de) Deutscher Pflegeverband (www.dpv-online.de), Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (www.ads-pflege.de), Deutsche Krankenhausgesellschaft (www.dkgev.de)
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