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Stellen-Special : Richtig bewerben – die wichtigsten  Tipps

vom

Mit einem gelungenen Bewerbungsschreiben fängt die Zukunft an. Was noch zu beachten ist – aktuelle Tipps zur Bewerbung.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2015 | 08:00 Uhr

Einfach drauflos schreiben – das ist für eine Bewerbung das falsche Konzept. Personalchefs wollen heute so schnell wie möglich die Persönlichkeit des Bewerbers einschätzen können. Manche nehmen sich für die erste Durchsicht einer Bewerbung gerade mal zwei Minuten Zeit. Andere sogar nur 30 Sekunden, ergab eine Umfrage. Es kommt also darauf an, kurz und knapp, aber dennoch präzise seinen Lebenslauf zu schreiben.

Unbedingt vermeiden müssen die Bewerber Rechtschreibfehler! Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch es ist immer wieder wichtig, darauf hinzuweisen, dass die meisten Personalchefs eine Bewerbung sofort zur Seite legen, wenn sie Fehler entdecken. Auch es mit der Wahrheit nicht ganz genau zu nehmen, ist ein absolutes „no-go“. Personalchefs sind geschult. Sie erkennen meist auf Anhieb, ob jemand in seiner Bewerbung geschummelt hat. Auch das bedeutet meist das „Aus“ für eine Bewerbung.

Keine Chance hat auch derjenige, der den Text aus der Stellenanzeige exakt in seine Bewerbung übernimmt. Hier muss man schon selbst eine passende Formulierung finden. Lange und schwer lesbare Textblöcke mögen Personalchefs gar nicht. Aussortiert werden auch Bewerbungen ohne korrektes Anschreiben. In dem sollte zumindest der Name des Personalchefs stehen.

Wie eine Bewerbungs-Mappe aussehen sollte

Die Mappe: Sie sollte zweiteilig sein, mit freiem Blick aufs Deckblatt. Am besten ist eine Kunststoffmappe mit durchsichtigem Deckel. Alle Unterlagen lose in die Mappe legen, die Seiten nummerieren. Das Deckblatt ist immer ein guter Einstieg für die Bewerbung. Es sollte eine Überschrift, den Ausbildungsberuf, Namen, Adresse, E-Mail, Telefonnummer und  ein aktuelles Foto des Bewerbers enthalten. Zusatz-Tipp: Keine Fehlinvestition sind die Ausgaben für ein professionelles Foto von einem Fotografen (Format 6 mal 9 Zentimeter). Der erste, optische Eindruck ist immer wichtig.

Das Anschreiben

Es wird nicht in die Mappe eingeheftet, sondern lose mit der Mappe eingetütet. Es sollte an den konkreten Ansprechpartner (Personalchef oder Unternehmer) gerichtet sein. Bewerbungen mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ werden heute oft aussortiert. Im Text solltest du deutlich machen, warum du gerade diese Ausbildung und dieses Unternehmen gewählt hast. Du solltest konkret beschreiben, warum gerade du die richtige Person für die Ausbildungsstelle sind. Hebe deine besonderen Qualitäten, Interessen oder Erfahrungen, die du dafür mitbringen kannst, hervor. Zusatz-Tipp: Das Anschreiben sollte eine DIN-A4-Seite nicht überschreiten. Und es sollte Lust auf dich als Bewerber machen. Am Ende höflich um ein persönliches Gespräch bitten. Denn das Vorstellungsgespräch ist das Ziel der Bewerbung.

Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte übersichtlich gegliedert sein. Experten raten dazu, nicht  zu persönlich zu werden. Der Lebenslauf soll informieren, zu viele Details können jedoch der Bewerbung schaden. Und er sollte auch „Lücken“ erklären. Es ist keine Schande, eine Zeitlang arbeitslos gewesen zu sein, sagen die Experten.

Der Anhang

Hier hinein gehört alles, was deine Befähigung für diese Ausbildung  noch unterstreicht. Das können neben dem letzten Zeugnis auch Praktikumsnachweise oder Arbeitszeugnisse sowie – wenn relevant – Arbeitsproben sein. Zusatz-Tipp: Nicht die Originale, sondern Kopien verschicken. Denn leider kommen heute nicht immer die Bewerbungsunterlagen an die Bewerber zurück.

E-Mail-Bewerbung

Wenn eine E-Mail-Bewerbung erwünscht ist, sollte sie genauso wie eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein. Am besten in eine PDF-Datei umwandeln. Die sollte nicht größer als zwei Megabyte und nicht gezippt sein. Die Datei sollte eine Zuordnung unter deinem Namen (z.B. Klaus Müller Bewerbung Vertrieb) enthalten. Zusatz-Tipp: In der E-Mail nur kurz und freundlich auf die beigefügte Bewerbung hinweisen – und nicht das Anschreiben dort wiederholen. Hilfe bei der Erstellung eines perfekten Lebenslaufs, speziell für Schüler und angehende Azubis, bieten auch die Berufsberater der örtlichen Agentur für Arbeit.

Checkliste  Bewerbung

Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, brauchen Jugendliche fehlerfreie Bewerbungsunterlagen. Wollen Eltern ihre Kinder dabei unterstützen und die Dokumente überprüfen, sind sie manchmal selbst unsicher, worauf zu achten ist. Eine Checkliste der Bundesarbeitsagentur (im Internet zu finden unter: http://dpaq.de/UGWtX) erläutert, welche Punkte besonders wichtig sind: Ist das Anschreiben kurz und prägnant verfasst? Haben Anschreiben und Lebenslauf das gleiche Datum und sind unterschrieben?

Wichtig: Internet-Portal nutzen

Unter dem Stichwort „Bewerbungstraining“ bietet die Agentur für Arbeit auf ihrer Internetseite www.planet-beruf.de allen Bewerbern, Schülern und Studenten ein kostenloses interaktives Bewerbungstraining an.

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