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Fehlerfreie Mappe : Recall für die Bewerbung

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Die sieben häufigsten Formfehler bei der Bewerbung sind unnötig und vermeidbar.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2014 | 06:30 Uhr

Vermeintlich alles richtig gemacht und dennoch kommt auf die Bewerbung nur eine Ablehnung oder gar keine Antwort? Experten wissen: Gut 40 Prozent scheitern an simplen Formfehlern. Welche die häufigsten sind und wie man sie vermeidet – hier in einer Kurzübersicht. Wenn Sie eine Bewerbung schreiben – ganz gleich ob für einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz – machen Sie sich bitte folgendes klar: Der Personalchef, der über Ihre Bewerbung entscheidet, ist auch nur ein Mensch. Und gerade in großen Unternehmen sitzt er vor einem umfangreichen Stapel an Bewerbungsunterlagen. Die kann er kaum alle komplett durchsehen. Deswegen wird „ausgemustert“. Und zwar häufig bereits anhand des Anschreibens. Wenn es zu viele Formfehler aufweist, kommt man gar nicht erst über die erste „Runde“ hinaus.

Die häufigsten Formfehler in Bewerbungsmappen

Schreibfehler:

Gleich obenauf bei einer Bewerbungsmappe liegt das Anschreiben. Und deshalb ist es wichtig, bereits hier einen makellosen Eindruck von sich zu hinterlassen. Schreibfehler im Namen der Firma, ihrer Rechtsform oder des Ansprechpartners führen für gewöhnlich dazu, dass die Bewerbung scheitert. Denn solche Fehler deuten darauf hin, dass man an verschiedene Firmen nach dem Gießkannenprinzip Bewerbungen verschickt hat.

Orthografiefehler:

Beim Anschreiben sollte man diesbezüglich besser gar keine „Trefferquote“ haben. Denn Rechtschreibfehler deuten entweder auf Oberflächlichkeit oder auf mangelnde Grundkenntnisse hin. Besonders bei Bewerbungen für Ausbildungsplätze stöhnen Arbeitgeber inzwischen immer häufiger über abenteuerlich viele Rechtschreibfehler. Deshalb unbedingt von einem kompetenten Menschen gegenlesen lassen und/oder ein Rechtschreibprogramm nutzen.

Formatpannen:

Für alle Text-Bestandteile einer Bewerbung sollte immer nur eine Formatierung gewählt werden. So ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild. Ganz besonders aber beim Anschreiben dürfen hier keine „Pannen“ passieren. Und dazu zählen verschiedene Zeilenabstände, Absatzeinzüge, Schriftgrößen und Schriftarten.

Layout-Fouls:

Wenn die Bewerbung (bitte nur zurückhaltend) individuell gestaltet wird, sollten unbedingt wieder alle Bestandteile das gleiche Layout aufweisen. Wenn nicht, schleicht sich erneut der Verdacht der Sammelverschickung ein.

Doppelungsfalle:

Personaler erleben oft, dass im Anschreiben fast schon der komplette Lebenslauf steckt. Eine Falle, in die wohl recht viele Bewerber geraten. Im Anschreiben deshalb da-rauf achten, sich nur auf die ausgeschriebene Stelle zu beziehen.

Sorgfaltsmängel:

Die Praxis belegt, dass leider auch dieser Hinweis wichtig ist: Achten Sie unbedingt auf Makellosigkeit der Unterlagen. Dazu gehören ein einheitliches Papier für alle Texte sowie generell knitter- und fleckenfreie Blätter.


Das Anschreiben bei einer Online-Bewerbung

Der Bewerber sollte darauf achten, eine neutrale Mail-Adresse zu verwenden wie etwa vorname.nachname@provider.de. Auch mit der Betreffzeile werden bereits wichtige Weichen gestellt. Sie sollte das Stichwort Bewerbung, den Jobtitel sowie – wenn angegeben – die Kennziffer/Referenznummer der Stellenanzeige enthalten.

Der eigentliche Text der E-Mail sollte mit einer kurzen Begrüßungsformel beginnen und anschließend kurz und präzise auf die Bewerbung hinweisen. Nach der Grußformel am Schluss kommt noch die Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer.

Lebenslauf und Zeugnisse sollten im Text als PDF-Anhänge aufgelistet und auch genau in dieser Reihenfolge abgespeichert werden.

Bewerbungstipps für Schulabgänger

  • Schreiben Sie lieber wenige qualifizierte Bewerbungen, als sich mit einem Standardschreiben bei sehr vielen Unternehmen zu bewerben.
     
  • Informieren Sie sich vor dem Verfassen einer Bewerbung über das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben möchten, und den angestrebten Ausbildungsberuf.
     
  • Machen Sie vorab entsprechende Praktika. Denn je klarer Ihre Vorstellung vom angestrebten Beruf ist, umso einfacher fällt das Bewerben.
     
  • Unternehmen sind auch die berühmten Schlüsselqualifikationen wichtig. Sie wollen wissen: Wie lern-, team- und kommunikationsfähig ist ein Bewerber und wie eigenverantwortlich löst er Aufgaben? Gehen Sie hierauf im Anschreiben ein.
     
  • Lassen Sie den Entwurf des Anschreibens von schreiberfahrenen Erwachsenen gegenlesen. Denn für die Unternehmen sind die Anschreiben eine Art „erste Arbeitsprobe“ – gerade bei Büroberufen.
     
  • Lesen Sie (zumindest) in den Tagen vor einem Bewerbungsgespräch die Tageszeitung. Denn in Bewerbungsgesprächen stellen die Interviewer zuweilen tagesaktuelle Fragen.
     
  • Mit dem Start Ihrer Berufsausbildung treten Sie in die Erwachsenenwelt ein, und dort gelten teils andere Regeln als im Schulalltag – auch bezogen auf die Kleidung. Signalisieren Sie durch die Kleidung, die Sie bei Bewerbungsgesprächen tragen, dass Sie reif für den Eintritt in die Arbeitswelt sind.
     
  • „Übung macht den Meister.“ Das gilt auch fürs Bewerben. Wer unsicher ist, sollte das (Antwort-)Verhalten im Bewerbungsgespräch vorab in Rollenspielen mit Freunden und Verwandten üben.
     
  • Überlegen Sie sich eine glaubhafte Begründung dafür, warum Sie sich gerade für den Beruf x interessieren und beim Unternehmen y beworben haben. Denn danach wird in jedem Bewerbungsgespräch gefragt.
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