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Automobiltechnik : Neue Schwerpunkte in der Kfz-Ausbildung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit frischem Wind ist der Beruf Kfz-Mechatroniker am 1. August 2013 an den Start gegangen. Neue Lerninhalte und eine geänderte Ausbildungsstruktur bereiten die Fachleute von morgen auf moderne Techniken und Verfahren vor.

shz.de von
erstellt am 21.09.2013 | 05:00 Uhr

Gerade die Automobiltechnik entwickelt sich rasant: Hybrid- und Elektrofahrzeuge, Hochvolttechnologien, neue Leichtbauwerkstoffe oder moderne Reparaturmethoden für Karosserien spielen zukünftig immer öfter in Kfz-Betrieben eine Rolle.

„Dafür brauchen wir Experten für Fahrzeugtechnik“, sagt Birgit Behrens, Geschäftsführerin Berufsbildung beim Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK). Wer sich für den Beruf entscheidet, braucht Verständnis für Elektronik und Elektrik, Mechanik und Datenverarbeitung. Denn heutzutage werden fast alle Fahrzeugfunktionen elektronisch kontrolliert.

Kfz-Mechatroniker erstellen Diagnosen, lesen Fehlerberichte digital aus, warten und stellen Fahrzeuge sowie Systeme ein. Zudem planen sie Arbeitsabläufe, kontrollieren Ergebnisse und haben Kundenkontakt. Die Fachleute demontieren und montieren ebenso Teile oder rüsten Zubehör nach.

Die künftigen Azubis – vom Hauptschulabsolventen bis zum Abiturienten – brauchen für den Beruf gute Noten in Mathematik und Physik sowie kommunikative Fähigkeiten. Die 3,5-jährige Ausbildung ist dual. Neben der Praxis besuchen die Auszubildenden die Berufsschule sowie Lehrgänge in handwerklichen Bildungseinrichtungen. Sie legen nach eineinhalb Jahren die Gesellenprüfung Teil 1 ab, die sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil gliedert. Der zweite Teil der Prüfung steht zum Ende der Ausbildung auf dem Plan.

Gleich zum Ausbildungsstart bekommen die Azubis die berufliche Grundbildung im Bereich Fahrzeugtechnik vermittelt. Im ersten Jahr erlernen sie die Funktion der Fahrzeugsysteme und den Umgang mit den entsprechenden Bauteilen. Einfache Mess- und Prüfarbeiten sowie die Montage stehen im Vordergrund. Damit sind sie für das zweite Ausbildungsjahr gut gerüstet und können Service-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten am Fahrzeug durchführen. Im letzten Ausbildungsjahr werden dann die bis dahin gelernten Ausbildungsinhalte im gewählten Schwerpunkt vertieft.

„Anders als bisher steht dabei jetzt für die Azubis von Anfang an das service- und auftragsorientierte Arbeiten im Mittelpunkt“, unterstreicht Joachim Syha, Referent der ZDK- Abteilung Berufsbildung den neuen Fokus der Ausbildung.

Neue Schwerpunkte:

 

  System- und Hochvolttechnik

 

  Karosserietechnik

 

Bewährte Schwerpunkte:

 

  PKW-Technik

 

  Nutzfahrzeugtechnik

 

  Motorradtechnik




 

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