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Beruf & Karriere

13. Dezember 2017 | 08:38 Uhr

Mittagspause im Job mal anders

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Nickerchen, das Gebet in der Kirche oder Nordic Walking bringen für die Fitness am Nachmittag oft mehr als der Kantinenbesuch

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2015 | 02:06 Uhr

Der Gang in die Kantine ist für viele Angestellte ein Ritual in der Mittagspause. Doch immer dieselben Gerichte zu essen, ist auf Dauer langweilig. Daher nutzen nicht wenige die Mittagszeit, um etwas für sich zu tun: Sie gehen ins Fitnessstudio, halten ein Nickerchen, lernen eine Fremdsprache – oder gehen in die Kirche. Sechs Tipps für Arbeitnehmer:

> Sport: Ob eine Joggingrunde auf dem Deich oder ein Wellenritt auf dem Eisbach im Englischen Garten in München: Dem Bewegungsdrang sind keine Grenzen gesetzt. Warum nicht statt nach Feierabend mittags ins Fitnessstudio gehen? „Es gibt sehr knackige Workouts, bei denen in 30 Minuten der ganze Körper trainiert wird“, sagt Stefan Tilk, Geschäftsführer von Fitness First Germany. Zwischen 12 und 14 Uhr bieten vor allem Studios in größeren Städten kurze Kurse an – darunter auch McFit und Clever Fit. Eine Alternative ist ein Zirkeltraining an Geräten. Dabei trainieren Berufstätige alle Muskelgruppen innerhalb einer halben Stunde.

>Nickerchen: In Japan, den USA und England sind sie weit verbreitet – in Deutschland gibt es erst einen Schlafraum. Nickerchen heißt der Laden von Irina Ivachkovets in der Berliner Zimmerstraße in der Nähe vom Checkpoint Charlie. „Hierher kommen Menschen aus den umliegenden Büros, um mittags gemütlich ein paar Minuten zu schlafen“, erzählt sie. Sich hinzulegen, kostet bis 15 Uhr acht Euro für 20 Minuten. Wer keinen Schlafraum um die Ecke hat, kann es mal mit einem Nickerchen im Büro versuchen. Einfach den Kopf auf den Schreibtisch legen oder sich entspannt auf den Bürostuhl setzen. Um das richtige Maß an Schlaf zu finden, nehmen Berufstätige am besten einen Schlüsselbund in die Hand, rät Bettina Geißler. Sie ist Coach in Norderstedt bei Hamburg. Schläft man richtig ein, entspannt die Hand, er fällt herunter – und man wird wach.

> Sich weiterbilden: Egal, ob mit Karteikarten zum Selbststudium oder mit einem Sprachkurs auf CD: Die Pause bietet sich zum Vokabellernen an. Dazu müssen Berufstätige nicht unbedingt in eine Sprachschule vor Ort gehen, sagt Birgit Metzger, Marketing-Managerin bei Berlitz. „CyberTeachers ist ein Online-Selbstlernprogramm, bei dem die Inhalte individuell auf den Teilnehmer zugeschnitten sind - in 20 Kernbranchen und 218 Berufsprofilen.“ Auch Sprachschulen wie Inlingua oder regionale Anbieter haben E-Learning-Programme, die jeder Schüler in seiner Mittagspause bearbeiten kann.

> Beten: Mittagspause für die Seele – so nennt sich die Andacht in der evangelischen Hauptkirche St. Jacobi in der Hamburger Innenstadt. Berufstätige können sie jeden Dienstag um 12.30 Uhr besuchen. Schon seit mehr als zehn Jahren kommen Gläubige zu dem kurzen Gottesdienst. „Jeder ist bei uns willkommen“, sagt Gemeindepastor Patrick Klein. Die Andacht dauert 15 bis 20 Minuten, es gibt einen Wortbeitrag von drei bis fünf Minuten und Orgelmusik. „Die sehr reduzierte Liturgie ist auf Zetteln ausgelegt, damit jeder der Andacht folgen kann“, erläutert Klein. Viele Gottesdienstbesucher verharren noch ein paar Minuten in der Kirche, zünden eine Kerze an oder schreiben in das Gebetbuch. Auch im Berliner Dom oder der Dresdner Frauenkirche gibt es Mittagsandachten.

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