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Berufe-Ratgeber : Last-minute zum Ausbildungsplatz

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Auf dem Arbeitsmarkt bestehen noch realistische Möglichkeiten, einen Ausbildungsplatz in diesem Jahr zu ergattern: Im Mai gab es noch fast genauso viele freie Stellen wie Suchende. Tipps für Spätaufsteher.

Der Sommer kommt immer so plötzlich, Konzerte finden jetzt wieder open air statt, die Getränke werden gut gekühlt serviert – kein Zweifel: Die schönste Jahreszeit  ist da - und damit die Phase, die bei vielen Jugendlichen für den Start in die Ausbildung vorgesehen war. Leider war aber lange nicht jeder erfolgreich bei der Suche. Manch einer hat vielleicht auch zu spät angefangen. Bewerbungsfristen? Zum großen Teil abgelaufen. Eltern, die den ziellosen Nachwuchs gerne ein weiteres Jahr aushalten? Fehlanzeige. Aber das ist noch lange kein Grund zur Panik. Denn es ist zwar spät, doch es muss noch nicht zu spät sein. Wer jetzt  ordentlich Gas gibt, hat reelle Chancen, auch kurzfristig noch einen geeigneten Lehrbetrieb zu finden.

Denn diese Zahlen lügen nicht und geben auch Spätstartern Auftrieb und guten Grund zu Optimismus: Auf dem Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein gab es im Mai fast so viele freie Lehrstellen wie unversorgte Bewerber. Nach Angaben der Arbeitsagentur waren 8266 Ausbildungsplätze noch unbesetzt. Zugleich lag die Zahl der Bewerber ohne Lehrstelle bei 8367. Die Regionaldirektorin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann, riet Jugendlichen, sich nicht nur auf den Traumberuf zu fokussieren. Bei mehr als 300 Ausbildungsberufen gebe es viele Alternativen.

Was aber heißt das konkret? Sollten Jugendliche irgendetwas machen, das sie nicht interessiert, nur damit sie nicht arbeitslos werden? Nein, das heißt es nicht. Aber man sollte sich schon fragen, ob es zum Beispiel unbedingt die Ausbildung zum Automobilkaufmann sein muss, oder ob man seine Ziele nicht mit einer anderen kaufmännischen Lehre ebenso gut erreichen kann. Grundsätzlich sind zwar quer durch alle Branchen noch Plätze frei - etwas Kompromissbereitschaft ist aber angebracht, zumal eine verspätete  Bewerbung  nicht gerade für den Bewerber spricht. Die Betriebe wiederum sollten nicht nur nach Aktenlage entscheiden, sondern die Bewerber persönlich kennenlernen.

„Jetzt beginnt der ‚Endspurt‘ am Ausbildungsmarkt. Die vorliegenden Mai-Zahlen zeigen, dass wenige Monate vor Beginn des Ausbildungsjahres noch gute Chancen  bestehen. Besonders der Einzelhandel, das Handwerk sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe bieten interessante Einstiegschancen.“, sagte Haupt-Koopmann.

Und was ist, wenn es in diesem Jahr nichts mehr werden sollte mit dem Beginn der Karriere? Auch das muss kein Beinbruch sein. Die freie Zeit sollte allerdings jetzt sinnvoll genutzt werden. Bestens geeignet: Ein Praktikum im gesuchten Beruf, vielleicht sogar im gewünschten Ausbildungsbetrieb – denn es ist immer von Vorteil, vor Beginn der Lehre möglichst viel zu wissen. Andere Alternativen: Bufdi, FSJ, FÖJ

Immer gut ist es, die Bewerbungsunterlagen zu optimieren, um für den Fall der Fälle super vorbereitet zu sein. Wichtig ist aber, dass in jeder Bewerbung, und ist sie noch so kurzfristig, das Anschreiben individuell auf die Stelle zugeschnitten ist.

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erstellt am 02.Jun.2017 | 03:00 Uhr

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