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Recherche-Tipps : Last-Minute-Plan für die Lehrstellensuche

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Manche haben bisher nur Absagen bekommen und vielleicht sogar nach einigen hoffnungsvollen Vorstellungsgesprächen gehört: „Tut uns leid, wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden.“ Betroffene sollten jetzt bloß nicht resignieren und sich trotzdem weiter bewerben. Auch wenn das manchmal schwer fällt. Denn untätig herumzusitzen, macht die Situation nicht besser.

shz.de von
erstellt am 21.09.2013 | 05:00 Uhr

Hilfe kommt von der Arbeitsagentur: Wer noch keine Lehrstelle hat und sich auch noch nicht in der Berufsberatung gemeldet hat, sollte sich umgehend einen Gesprächstermin bei seiner Arbeitsagentur vor Ort besorgen. Unter der Internet-Adresse www.ihk-lehrstellenboerse.de und www.arbeitsagentur.de bieten die Agenturen gemeinsam mit Industrie und Handelskammern so genannte Last-Minute-Ausbildungsplätze an. Einfach bei der Arbeitsagentur danach fragen. Ausbildungs-Angebote als App gibt es auch unter www.zdh.de/themen/bildung/ausbildungspakt/du-suchst-eine-Lehrstelle-oder-einenpraktikumsplatz.html.

Wer jetzt noch sucht, sollte sich nicht ausschließlich auf die begehrten Ausbildungsberufe konzentrieren, sondern verwandte Berufe und Alternativen in Betracht ziehen. Wer sich über Ausweichberufe informieren will, schaut am besten im „Berufenet“ der Arbeitsagentur rein. Dort kann man in Berufsfeldern – sortiert nach Interessen – stöbern. Und zwar unter http://www.berufenet.arbeitsagentur.de.

Aktuelle Ausbildungsplätze findet man im Internet auch immer unter http://jobboerse.arbeitsagentur.de. Dazu die Seite aufrufen und im Feld „Sie suchen“ einfach im Menü den Punkt „Ausbildung“ auswählen und den Wunsch-Beruf eingeben. Wichtige Infos zu den Themen „Ausbildungssuche“ und „Berufsorientierung“ gibt es zudem unter http://www.ich-bin-gut.de oder http://www.planet-beruf.de. Viele nützliche und wichtige Broschüren sind erhältlich unter http://www.babestellservice.de/bestellservice/themen/buergerinnen-buerger/ausbildung.

Über Zwischenlösungen nachdenken: Wer von seinem Traumberuf nicht abrücken und sich neu orientieren möchte, der sollte auch über Zwischenlösungen wie Sprachaufenthalte oder ein freiwilliges soziales Jahr nachdenken. Solche Zeiten haben den Vorteil, dass man wichtige Kompetenzen und Erfahrungen sammelt, die bei potenziellen Arbeitgebern gern gesehen werden.

Und wenn es jetzt nicht geklappt hat mit dem Ausbildungsplatz? Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, über die man sich in der Arbeitsagentur oder im Jobcenter informieren kann:

●Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) richtet sich an Jugendliche, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt, aber keinen Ausbildungsplatz erhalten haben, sich für einen Beruf entschieden haben und auf diesen vorbereiten möchten.

●Die Einstiegsqualifizierung (EQ): Sie ist ein betriebliches Langzeitpraktikum in einem Ausbildungsberuf und kann zwischen sechs und zwölf Monate dauern. Sie richtet sich an Ausbildungssuchende unter 25 Jahren, die auch nach dem 30. September noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

●Das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ): Das ist für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, die ihre Schulpflicht noch nicht erfüllt haben, sich aber bereits für ein bestimmtes Berufsfeld entschieden haben und dieses nun näher kennen lernen möchten. Es wird an berufsbildenden Schulen angeboten. Das BGJ gibt es nicht in allen Bundesländern. Berufsberater/innen in der Arbeitsagentur wissen aber, welche Angebote es am Wohnort gibt.

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