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Jobsuche : Kein Klacks: Die Lehrstellensuche 2014

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Trotz des allgemeinen Fachkräftemangels sind Ausbildungsplätze in einigen Branchen noch immer heiß begehrt.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Biete Pkw, suche Azubi: Mit solchen Slogans werben einige Betriebe inzwischen um Lehrlinge. „Jugendliche sollten sich die Ausbildungsplatzsuche 2014 trotzdem nicht zu leicht vorstellen“, warnte Andreas Pieper vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf der Bildungsmesse Didacta in Stuttgart. Gerade in beliebten Berufen wie Mediengestalter, Veranstaltungskaufmann, Tierpfleger und Gestalter für visuelles Marketing gingen im vergangenen Jahr wieder viele Bewerber leer aus, weil zu wenige Plätze existierten.

Lange Gesichter gab es im vergangenen Jahr auch häufig bei Schulabgängern im Westen. Gerade in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen bekamen längst nicht alle Auszubildenden einen Platz. Trotz des Fachkräftemangels habe es 2013 bundesweit rund 80 000 Jugendliche gegeben, die ihren ersten Ausbildungswunsch nicht realisieren konnten, erklärte Pieper. Von ihnen fanden rund 60 000 eine Alternative - und gingen zum Beispiel wieder in die Berufsschule. Rund 20 000 blieben jedoch völlig unvermittelt. „Das sind deutlich mehr als in den Vorjahren“, sagte Pieper. Im Rückblick war die Situation für Jugendliche deshalb 2013 nicht durchweg positiv.

Es bleibe abzuwarten, ob es 2014 besser wird. Er rät Jugendlichen deshalb, sich flexibel zu zeigen. Schüler sollten möglichst früh neben ihrer Traumausbildung auch verwandte Berufsbilder ins Auge fassen. Gerade bei beliebten Berufen wie Mediengestalter sei es weiter wichtig, früh ein Betriebspraktikum zu machen. Mancher finde dann heraus, dass der Job nicht so toll ist, wie er es erwartet hat. Gute Chancen gebe es für Jugendliche in der Gastrobranche, bei Fleischern, Klempnern und Bäckern. Diese Berufe sind nicht so beliebt, weil es zum Beispiel unregelmäßige Arbeitszeiten gibt. Allerdings sollten sich alle Azubis in spe über eines klar sein: Ein Beruf, in dem man immer alles gut findet, dürfte schwer zu finden sein. Zu voreilig eine Ausbildung auszuschließen, weil die Dienstzeiten gewöhnungsbedürftig sind, ist nicht immer richtig.

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