Auslandsemester : In Irland ticken die Uni-Uhren anders

Heimat für vier Monate: Daniela Gdanitz in Connemara,   einer Region im Westen Irlands in der Grafschaft Galway – ohne den für die grüne Insel  typischen Regen. Foto: Privat
Heimat für vier Monate: Daniela Gdanitz in Connemara, einer Region im Westen Irlands in der Grafschaft Galway – ohne den für die grüne Insel typischen Regen. Foto: Privat

Die Flensburger Studentin Daniela Gdanitz hat auf der grünen Insel studiert und erzählt von einem lockeren Umgang mit der Zeit und viel Regen.

Avatar_shz von
15. Februar 2011, 12:30 Uhr

Galway/Flensburg | Kobolde, Schafe, Guiness und viel Regen - das sind die ersten Gedanken, die ich mit Irland in Verbindung gebracht habe. Sehr verlockend fand ich das Land nicht, um mein Auslandssemester dort zu machen. Jedoch wird mein Studien-Schwerpunkt "Human Resource Management" nicht an vielen Hochschulen in Europa angeboten - und somit fiel die Entscheidung schnell auf Galway, Irland.

Für vier Monate sollte das nun mein neues Zuhause sein. Nach meiner Ankunft stellte ich sehr schnell fest, dass der viele Regen in Irland nicht nur ein Klischee ist, sondern Tatsache. Gummistiefel und Regenschirm gehört hier zur Standardausrüstung.

Die Vorlesungen beginnen in Galway erst um 9 Uhr, statt wie in Flensburg um acht Uhr. Doch sehen die Iren zeitliche Vorgaben eher als Richtlinie. Die meisten Studenten - wenn sie denn zum Unterricht erscheinen - treffen erst gegen 9.15 Uhr oder noch später ein. Geschlossen wird die Vorlesung im Normalfall dann auch 15 Minuten vor dem regulären Ende. Der lockere irische Umgang mit der Zeit im Vergleich zu Deutschland ist sehr entspannend. Wenn man jedoch auf den Bus wartet, wünscht man sich die deutsche Pünktlichkeit zurück.

Die Iren sind von Natur aus ein sehr feierwütiges Volk. Wenn man die Studenten nicht in der Uni antrifft, dann aber sicherlich im nächsten Pub. Pubs gibt es an jeder Ecke, sehr traditionell und gemütlich eingerichtet. Es wird sich oft schon ab 18 Uhr getroffen, da die meisten Pubs um Mitternacht bereits wieder schließen. Auch die wenigen Nachtclubs schließen spätestens um 3 Uhr. Getrunken wird natürlich vor allem Guiness oder Bulmers. Livemusik ist so gut wie in jedem Pub vorhanden und sorgt für gute Stimmung. Besondere Feiertage sind der Arthur´s Day (Geburtstag des Guiness Erfinder Arthur Guiness), Halloween (kommt ursprünglich aus Irland) und der St. Patricks Day (Gedenktag zu Ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick).

Das International Office der Uni Flensburg oder in Galway bieten jederzeit Unterstützung und sind Ansprechpartner bei Problemen oder Fragen. Auch um die Unterkunft muss man sich keine Sorgen machen. Gewählt wird zwischen Studentenwohnheim oder privaten Vermietern. Das International Office findet das passende Angebot. Für welche der beiden Möglichkeiten man sich auch entscheidet, schnellen Anschluss zu anderen Studenten findet man sofort. Besonders interessant ist der kulturelle Austausch mit anderen Erasmus-Austauschstudenten: Freunde aus ganz Europa sind schnell gefunden.

Ein Auslandssemester verbessert nicht nur die Fremdsprachen-Kenntnisse, sondern gibt Erfahrungen und Erlebnisse für das ganze Leben. Ich bin sehr froh, die Entscheidung getroffen zu haben nach Irland zu gehen.

Bewerbungsschluss für ein Auslandssemester in europäischen Ländern ist der 28. Februar. Voraussetzungen für einen Platz sind ausreichende Sprachkenntnisse, mindestens ein abgeschlossenes Studienjahr bis zum Aufenthalt und hohe Motivation. Das Bewerbungsformular wird per E-Mail vom International Office der FH Flensburg verschickt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen