Anzeige : Hoher Krankenstand, häufige Fehlzeiten - die Kündigung ist oft keine Antwort

<p>Wer mindestens sechs Wochen lang krank ist, dem muss der Arbeitgeber Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements anbieten.</p>

Wer mindestens sechs Wochen lang krank ist, dem muss der Arbeitgeber Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements anbieten.

Manche Arbeitgeber versuchen Angestellte, die häufig krank sind, durch eine Kündigung „loszuwerden“. Das ist aber keine Lösung, warnt Dr. Fabian Geyer und zeigt Wege für langfristige Strategien auf.

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04. Juni 2018, 05:02 Uhr

Was tut man, wenn ein Arbeitnehmer häufig krank ist und nicht zur Arbeit kommt? Als Kollege wünscht man ihm gute Besserung und sagt, er solle sich ganz in Ruhe wieder erholen, um dann gesund wieder an den Schreibtisch zurückzukommen. Arbeitgeber wiederum geraten unter Druck, wenn einer oder mehrere Mitarbeiter längerfristig ausfallen. Denn sie müssen Sorge dafür tragen, dass der Betrieb nicht ins Stocken gerät. Viele Führungskräfte möchten darum den einfachsten Weg gehen und eine Kündigung aussprechen. Doch das ist nicht so einfach.

Für den Terminkalender: Webinar zum betrieblichen Gesundheitsmanagement

Wie wichtig die Gesundheit der Arbeitnehmer ist, weiß der Arbeitgeberverband Flensburg-Schleswig-Holstein aus erster Hand, denn er berät Unternehmen aus der Region Tag für Tag bei all ihren Herausforderungen. Ein hoher Krankenstand im Betrieb gehört zu den häufigsten Problematiken. Mit einem strategisch ausgerichteten Gesundheitsmanagement kann man dafür sorgen, dass der eigene Betrieb „gesund“ wird und bleibt. Darum lädt Dr. Fabian Geyer zum kostenlosen Webinar „Irrwege und Wege zum gesunden Betrieb“ ein. Unter diesem Link kann man sich dafür anmelden: www.arbeitgeber-fortbildung.de. Das Webinar dauert etwa 30 Minuten.

Dr. Fabian Geyer ist Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Flensburg-Schleswig-Eckernförde. Er ist mit dieser Problematik bestens vertraut: „90 Prozent der Anfragen, die uns zu dem Thema häufige und langandauernde Ausfallzeiten durch Krankheit gestellt werden, zielen darauf ab, den Mitarbeiter zu kündigen. Und ich gebe den Unternehmen in der Regel zunächst einmal die gleiche Antwort: Eine Kündigung ist nicht die Lösung“, so der gelernte Jurist. Danach sehe man weiter, um gemeinsam mit dem betroffenen Unternehmen einen Weg aus der Krise zu finden. Dr. Geyer und seine Kollegen vom Arbeitgeberverband betreuen rund 340 regionale Betriebe aus Flensburg, Schleswig und Eckernförde in Rechtsfragen. Die Juristen sind außerdem Experten für Arbeits-, Tarif- und Sozialrecht und beraten die Mitglieder ihres Verbandes darin persönlich.

<p>Dr. Fabian Geyer, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Flensburg-Schleswig-Eckernförde.</p>
www.arbeitgeber-flensburg.de

Dr. Fabian Geyer, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Flensburg-Schleswig-Eckernförde.

 

Wie Betriebe langfristig gesund werden - und es auch bleiben

„Wer glaubt, er kann die Problematik eines hohen Krankenstandes im Betrieb dadurch lösen, dass er Kündigungen ausspricht, der irrt sich“, so die klare Aussage von Dr. Fabian Geyer. Er plädiert für langfristige Lösungen und legt den Unternehmen ans Herz, dem Gesundheitsmanagement im Betrieb einen zentralen Platz einzuräumen - damit es gar nicht erst zu einem hohen Krankenstand kommt. Schließlich ist es nachhaltiger, mögliche Ursachen oder Faktoren, die einen Arbeitnehmer „krank machen“ im Vorfeld zu bekämpfen, als im Nachhinein, wenn der Beschäftigte bereits krank ist. Die Schadensbegrenzung oder Abfindungen sind in der Regel teurer.

Zudem ist diese Vorgehensweise bereits gesetzlich sogar Pflicht: Das Arbeitsschutzgesetz beispielsweise sieht vor, im Rahmen einer sogenannten Gefährdungsbeurteilung auszumachen, welche Faktoren es sind, die Arbeitnehmer belasten. Ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben ist das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM). Es bedeutet, dass Arbeitnehmer, die innerhalb von zwölf Monaten länger als sechs Wochen am Stück oder wiederholt arbeitsunfähig waren, durch ein Gespräch und Vorschläge des Arbeitnehmers wieder in den normalen Arbeitsalltag eingegliedert werden sollen. Hierfür sind bestimmte Maßnahmen möglich, die der Arbeitgeber und der Beschäftigte gemeinsam abstimmen können und umsetzen.

Außerdem wird analysiert, mit welchen Leistungen oder Hilfen einem erneuten Ausfall vorgebeugt werden kann. Die wichtigste Voraussetzung: Der Beschäftigte muss freiwillig teilnehmen, er kann selbst darüber entscheiden. „Viele Maßnahmen werden von den Sozialversicherungsträgern bezahlt und gehen nicht auf Kosten des Arbeitgebers“, weiß Dr. Geyer.

<p>So mancher erholt sich nach Feierabend auf der Couch nicht bis zum nächsten Tag, sondern fühlt sich längerfristig krank und kraftlos.</p>
Unsplash, Benjamin Combs

So mancher erholt sich nach Feierabend auf der Couch nicht bis zum nächsten Tag, sondern fühlt sich längerfristig krank und kraftlos.

In seinen Augen ist es von zentraler Bedeutung, dass Unternehmen frühzeitig Angebote für die Gesundheitsprävention schaffen. „Die Formel ist ganz einfach: Menschen, die mit ihrer Arbeit zufrieden sind, sind produktiv und seltener krank. Geringe Fehlzeiten wiederum wirken kostensenkend. Wer also möchte, dass seine Beschäftigten fit bleiben, sollte etwas tun. Gerade, wenn ein Teil der Belegschaft schon etwas älter ist. Eine Kündigung auszusprechen, ohne zuvor ein BEM angeboten zu haben, ist in der Regel unverhältnismäßig und damit sozialwidrig“, weiß Dr. Fabian Geyer.

Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, kann sich kostenlos zu einem Webinar anmelden. Dr. Fabian Geyer, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Flensburg - Schleswig - Eckernförde,  informiert vermittelt darin kompakt in ca. 30 Minuten, worauf es beim betrieblichen Gesundheitsmanagement ankommt. Das Webinar richtet sich insbesondere an Führungskräfte und Unternehmer.

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