Anzeige : Hochschule Flensburg: innovative Hochschule und offen für alle

Auch im kurz „ZAiT“ genannten Zentrum wird das Augenmerk auf neue Prozesse und Produkte im Bereich Biotech- und Lebensmittelinnovation gelegt.

Auch im kurz „ZAiT“ genannten Zentrum wird das Augenmerk auf neue Prozesse und Produkte im Bereich Biotech- und Lebensmittelinnovation gelegt.

„GrinSH“ heißt das Großprojekt der Hochschule Flensburg, von dem Bürger und Unternehmen der Region profitieren.

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04. Juni 2021, 00:00 Uhr

Flensburg | Die Hochschule Flensburg ist anerkanntermaßen innovativ: Als einzige Einrichtung in Schleswig-Holstein und mit 28 weiteren Hochschulen aus einem bundesweiten Bewerberfeld von 118 nimmt sie teil am Bund-Länder-Förderprogramm „Innovative Hochschule“. Seit 2018 und bis zum 31. Dezember 2022 fließen 6,7 Millionen Euro in das Projekt „Grenzland Innovativ Schleswig-Holstein“, das benutzerfreundlich unter dem Kürzel „GrinSH“ kursiert. Es gliedert sich in fünf Teilvorhaben. Als Ergänzung - und deshalb „GrinSH PLUS“ genannt - gibt es zwei weitere vom Land geförderte Vorhaben im selben Zeitraum und im Umfang von 600000 Euro. Hierbei geht es grob um Innovation in Familienunternehmen und Usability. 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden (insgesamt) zusätzlich eingestellt für die Vorhaben; Projektleiterin ist Dr. Heike Bille, Koordinator ist der Diplom-Geograph und Kieler Ilja Schäpke.

Heike Bille erklärt, dass das „GrinSH“-Programm insbesondere Zugang für kleinere und mittlere Unternehmen der Region zum Campus schaffen soll und sich dem Technologie- und Wissenstransfer widme. Als bereits gelebte Beispiele dafür nennt die Präsidiumsbeauftragte für Technologie- und Wissenstransfer etwa Arbeiten im Bachelor- oder Masterstudium, die direkt in regionalen Unternehmen entstehen, und Kooperationsprojekte. Der Fokus der Hochschule liege auf angewandter Forschung, nicht so sehr auf der Grundlagenforschung, erläutert Bille. „Das heißt, wir beschäftigen uns mit Entwicklungen und Innovationen nah an der wirtschaftlichen Verwertung.“

Third Mission: der Gesellschaft verpflichtet

Ein wichtiger Aspekt, der in den letzten Jahren hinzu gekommen ist, ist die „Third Mission“. Gemeint ist damit ein dritter Auftrag der Hochschulen neben Forschung und Lehre. Dieser Anspruch an eine Einrichtung, die aus öffentlichen Geldern finanziert wird, bestehe darin, dass sie der Gesellschaft insgesamt verpflichtet sei.

Eindrückliches Beispiel, wie Bürger der Stadt Zugang zu den Laboren der Flensburger Hochschule bekommen, ist das „didaktisierte FabLab“, das „Fabrikationslabor“, sagt Heike Bille. Hier gibt es nicht nur modernste 3-D-Drucker und eine Reparaturwerkstatt, sondern können sie dank der didaktischen Einbettung auch im Schul-Unterricht eingesetzt werden. Zugleich ist das FabLab Anlaufstelle für Tüftler und Unternehmer, die hier nach ihrer Idee einen Prototypen bauen können. Corona habe alle überrascht, berichtet Ilja Schäpke und erzählt von den Masken für die Berufsfeuerwehr, die mit Hilfe der 3-D-Drucker im FabLab hergestellt wurden.

Kurzum: Das fabelhafte Labor wird „massiv angenommen“, resümiert Heike Bille; und setzt auf eine „nachhaltige Implementierung“ als Innovationslabor für den Norden. Da drängt sich die Frage nach der Finanzierung auf, wenn die Förderung ausläuft: „Drittmittel einwerben und Dinge aufbauen - das treibt uns um“, bestätigt Heike Bille und ergänzt, dass die „investive Situation“ insbesondere bei (Fach)Hochschulen tatsächlich problematisch sei.

Im Innovationslabor: Die Angebote im „FabLab“ auf dem Flensburger Campus werden „massiv angenommen“.
Hochschule Flensburg

Im Innovationslabor: Die Angebote im „FabLab“ auf dem Flensburger Campus werden „massiv angenommen“.

 

Die Herausforderung kehre immer wieder, sobald Mittel auslaufen. Im aktuellen Fall werde es einen Folgeantrag geben, dessen Konzept auch eine Ausarbeitung zur Nachhaltigkeit enthalten soll. Generell hofft die Präsidiumsbeauftragte, die seit 30 Jahren an der Hochschule Flensburg arbeitet, auf einen bundesweiten Trend. Gesellschaftlich wie politisch setze sich die Erkenntnis durch, dass gerade die kleineren Hochschulen in Regionen als Innovationstreiber, ja Zugpferde der Entwicklung betrachtet werden. Das neue Hochschulgesetz soll dem Rechnung tragen; ob das auch finanziell verankert werde, wird sich zeigen.

Als übergeordnetes Teilvorhaben der fünf im Projekt hebt Heike Bille das Regionalmanagement hervor mit dem Ziel, die Hochschule Flensburg innerhalb der Stakeholder der Region zu positionieren und zur Entwicklung des deutsch-dänischen Grenzlands beizutragen. Als größtes Teilprojekt indes hat sich dasjenige erwiesen, das unter der Überschrift „Innovative Beiträge zur nachhaltigen Energienutzung in Schleswig-Holstein“ steht. Die langwierige Vorarbeit sei auch Verwaltungsabläufen geschuldet, darunter der Notwendigkeit, Ausschreibungen europaweit zu veranlassen, erklärt Heike Bille. Auf der Liegenschaft Kielseng der Hochschule befindet sich seit geraumer Zeit und „eingehaust“, deshalb nicht von außen zu sehen, das Herzstück des Vorhabens: ein millionenschwerer Gasmotor gekoppelt mit einer simulativen Windenergie-Anlage. Der Aufbau wird in Kürze abgeschlossen sein, und die Erprobung der Anlage in Kielseng hat bereits begonnen.

Die beiden übrigen Teilvorhaben tragen die Titel „Zentrum für Analytik im Technologietransfer für Biotech- und Lebensmittelinnovation“ - wieder griffig kurz als „ZAiT“ verpackt und „VentureWærft“, die Gründungswillige berät und Start-Ups unterstützt, wie Ilja Schäpke auf den Punkt bringt. Die VentureWærft teilt sich je nach Fokus in sechs „Docks“ und kooperiert mit allen namhaften regionalen Partnern, darunter mit der Industrie- und Handelskammer, Wireg, Technologiezentrum, Syddansk Universitet und natürlich den campuseigenen Institutionen. Mit ihren Events und Aktivitäten ist sie öffentlich sichtbar.

Vom „ZAiT“ schließlich profitieren alle Seiten, heißt es nicht nur im Imagefilm. Ilja Schäpke nennt die neue, gute Ausstattung der Labore und die hervorragende Zusammenarbeit mit Unternehmen. Auch hier liegen insbesondere  die Start-Ups am Herzen, sagt Schäpke, die kleinen und mittleren Unternehmen der Grenzregion, die von der Infrastruktur profitieren können. Im Mittelpunkt stünden wiederum Innovationen bei Produkten und Prozessen sowie Analysetechniken. Innovative Hochschule Flensburg eben.

Weitere Informationen und Kontakte unter: hs-flensburg.de/innovativehochschule

Informationen für Studienanfänger:

An der Hochschule Flensburg mit derzeit rund 3500 Studierenden startet die Bewerbungsphase: Wer im Herbst sein Studium starten möchte, kann sich seit dem 10. Mai bewerben. Zwölf Bachelor- und acht Masterstudiengänge mit verschiedenen Schwerpunkten und Fachrichtungen bietet die Hochschule Flensburg an. Die Studienberatung steht neben den regulären Sprechzeiten zusätzlich am 15. Juni und 14. Juli jeweils von 10 bis 17 Uhr bei einem „Langen Tag der Beratung“ digital zur Verfügung. Am 15. Juli wird eine Zusatzsprechstunde eingerichtet (14 bis 16 Uhr). Das Studienangebot zum Wintersemester ist im Internet unter hs-flensburg.de zu finden. Fragen beantwortet das Team der Zentralen Studienberatung gern per E-Mail: studienberatung@hs-flensburg.de.

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