Anzeige: Unser Handwerk : Kreishandwerkerschaften verstehen, bündeln, handeln

Fachkräftesicherung durch Schaffung von attraktiven Bedingungen für Auszubildende – eine der Aufgaben der Kreishandwerkerschaften.

Fachkräftesicherung durch Schaffung von attraktiven Bedingungen für Auszubildende – eine der Aufgaben der Kreishandwerkerschaften.

Warum es Kreishandwerkerschaften gibt, wer starke Partner sind und welchen politischen Einfluss sie nehmen

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14. Mai 2021, 00:00 Uhr

Nordfriesland | Wer nicht unmittelbar mit dem Handwerk in Verbindung steht, der kann bei den vielen Institutionen, in denen sich Betriebe organisieren können oder auch müssen, schon mal den Überblick verlieren.

Im Gegensatz zur Handwerkskammer ist die Mitgliedschaft bei der Kreishandwerkerschaft Nordfriesland (KH NF) eine freiwillige. Jeweils 14 Innungen werden gleichermaßen in den Geschäftsstellen Niebüll und Husum verwaltet. Hier bündeln sich Mitgliedsbetriebe und lassen sich durch die beiden Geschäftsführer Stephan Tack (Kreishandwerkerschaft Nord) und Lutz Martensen (Kreishandwerkerschaft Süd) vertreten. Seit 2020 hat auch der Landesinnungsverband der Friseure seinen Geschäftssitz in der KH Husum, ebenso wie der Landesverband der Landbautechnik Nord Schleswig Holstein – die mitgliederstärkste und am dichtesten vertretene Innung.

Die Mitarbeiter beider Geschäftsstellen kümmern sich neben dem Alltagsgeschäft, wie unter anderem Buchführung und Mitgliederwerbung, auch um die Organisation und Durchführung unterschiedlicher Aus- und Fortbildungsformate. Besonders dynamisch wird es immer dann, wenn für alle Gewerke Gesellenprüfungen und Freisprechungsfeiern anstehen:

Dann brennt hier die Luft. Für alle NeugesellInnen sind die Freisprechungen ein bedeutender Schritt in ihre berufliche Zukunft. Lutz Martensen, Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Süd
 

Auswirkungen im regionalen Handwerk

Ein Blick auf die aktuelle globale Situation: Auf welche Art hat sich diese in diversen Branchen des Handwerks widergespiegelt? Ingwer Christophersen, Kreishandwerksmeister im Nordbereich, fasst die Lage zusammen: „Bewertet man aufgrund der Auftragslage, so können wir noch keine negative Beeinflussung durch die Pandemie feststellen. Dennoch spüren gerade holzverarbeitende Branchen die Auswirkungen von verzögerten Lieferketten oder Exporteinschränkungen internationaler Zulieferer. Diese Rohstoffverknappung wird im Kommenden eher zunehmen als sich nivellieren.“

Ist auch im Handwerk ein Paradigmenwechsel zu spüren? Schon lange folgt man im Handwerk der Maxime, Tradition und Moderne zu verzahnen und damit einen Schritt in nachhaltige Daseinsvorsorge zu gehen. Zur Nachhaltigkeit zählt aber auch der respektvolle Umgang mit der eigenen Gesundheit, ein gutes Netzwerk und die Interessenvertretung aller Mitgliedsunternehmen. In diesem Netzwerk befinden sich kraftvolle Partner wie der Kreis Nordfriesland, Sportvereine, Bildungseinrichtungen und regionale Versicherer. So bieten die Signal Iduna und die IKK Nord in Kooperation mit den Kreishandwerkerschaften Präventionsleistungen für Mitgliedsbetriebe an. Ernährungsberatung und branchenspezifische Sportangebote werden durch geschultes Personal in den Unternehmen vor Ort und auf Innungsversammlungen dargestellt.

Schnittstelle zwischen Betrieben und Politik

Das Tätigkeitsfeld von Stephan Tack und Lutz Martensen, nebst beider Kreishandwerksmeister Rolf Hansen und Ingwer Christophersen sowie den Ortshandwerksmeistern Olaf Ketelsen (Föhr) und Mario Bruns (Amrum), ist facettenreich und erfordert politisches Kalkül ebenso wie kaufmännisches Denken. Dauerthema ist weiterhin Nachwuchsgewinnung, Mitarbeiterbindung und Modifizierung der bereits vorhandenen Ausbildungsformate sowie die Entwicklung zeitgemäßerer. Weg von eindimensionalem Frontalunterricht hin in Richtung digitaler Optionen und Projektgestaltung. Der unmittelbare Draht zu Arbeitgeberverband, Handwerkskammer und IHK Nord, sowie Bundesverbänden der Landbautechnik, Baugewerbeverband und Kraftfahrzeuggewerbeverband bringt für alle Mitglieder den immateriellen Vorteil, in der Gemeinschaft unterschiedlichste Belange und Wünsche kumuliert nach außen zu bringen und durchzusetzen.

Dieser Artikel ist nur einer von vielen, der am Freitag, den 7. Mai 2021, in der Sonderbeilage „Unser Handwerk“ erschienen ist. Auf insgesamt 90 Seiten widmet sich das Magazin dem Handwerk in Nordfriesland und Umgebung. Das Themenheft wird von den Kreishandwerkerschaften in Husum und Niebüll sowie der Nord-Ostsee Sparkasse unterstützt. Ein Teil der Texte wird für alle sh:z-Leser unter shz.de/handwerk veröffentlicht.
 
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