Anzeige: Interview : „Das Handwerk ist elementar für unser persönliches Lebensumfeld“

<p>Hat einen intensiven Bezug zum regionalen Handwerk und ist Hobby-Handwerker aus Leidenschaft: Olaf Küter, Nospa-Bereichsdirektor Firmenkunden Nordfriesland.</p>

Hat einen intensiven Bezug zum regionalen Handwerk und ist Hobby-Handwerker aus Leidenschaft: Olaf Küter, Nospa-Bereichsdirektor Firmenkunden Nordfriesland.

Olaf Küter, Nospa-Bereichsdirektor Firmenkunden Nordfriesland, setzt sich mit viel Persönlichkeit und Initiative für das regionale Handwerk ein.

shz.de von
26. März 2018, 13:29 Uhr

Welchen Hintergrund hat das Handwerk für Sie?

Olaf Küter: Tradition, Innovation und Digitalisierung werden im Handwerk vereint. In Zusammenarbeit mit den Kreishandwerkerschaften möchten wir deutlich machen, wie modern und zukunftsweisend das Handwerk ist. Ohne die vielen Menschen im Handwerk würde unser tägliches Leben nicht funktionieren.

Welche persönliche Sicht auf den Berufstand der Handwerker haben Sie?

Das Handwerk begleitet mich von Geburt an. Meine Eltern waren Pächter des Husumer Handwerkerhauses und so wurde meine Kindheit von Innungsversammlungen, Handwerkerbällen und der Kreishandwerkerschaft mit geprägt. Tugenden wie „Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit“, die für das Handwerk stehen, habe ich persönlich im Umgang mit den vielen Handwerkern live erlebt. Das hat sich bis in mein heutiges Berufsleben fortgesetzt. Deshalb schätze ich das Handwerk sehr.

Wie groß ist die Außenwirkung und Bedeutung der Innungen und der Kreishandwerkerschaft Ihrer Meinung nach?

Für uns als Nospa sind die Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaften genauso wie die Kreishandwerksmeister erste Ansprechpartner, wenn es um gemeinsame Aktivitäten geht, also Themen, die das Handwerk und uns gemeinsam bewegen. Hier sei die Nospa-Jugendhandwerksmedaille erwähnt, die wir in enger Kooperation mit den Kreishandwerkerschaften und den Berufsschulen seit mehr als einem Jahrzehnt verleihen. Dabei durfte ich persönlich erfahren, welche Unterstützung  Lehrlinge im Handwerk durch die Kreishandwerkerschaften erhalten. Für mich nicht wegzudenken.

Die generelle Bedeutung des Handwerks für die Wirtschaft ist...?

Das Handwerk ist elementar für unser persönliches Lebensumfeld und der Grundpfeiler der Wirtschaft – oder wollen Sie auf den Bäcker und  Schlachter von nebenan verzichten? Auch ist die Digitalisierung nicht so weit, dass wir uns allein die Haare schneiden könnten. Was ich übrigens auch nicht für erstrebenswert halte.

Technische Innovation zum Beispiel bei den Erneuerbaren Energien, in der Gebäudetechnik und im Bereich der Mobilität sind ohne Mitwirkung des Handwerks nicht denkbar. Und jeder, der ein Haus baut oder in seine Immobilie investiert, vertraut auf die hohe Qualität des Handwerks.

Grundmotivation für junge Menschen sollte Ihrer Meinung nach sein...?

...sich bei handwerklicher Begabung und handwerklichem Interesse auf eine Ausbildung im Handwerk einzulassen. Die hoch qualifizierte Ausbildung im Betrieb und in den Berufsschulen ist etwas, worum uns unsere europäischen Nachbarn beneiden... zu Recht. Nach der Lehre ist die Aufstiegsqualifikation zum Meister für viele junge Menschen der logische Schritt als Basis für eine Selbständigkeit. Alles ist möglich, das ist Motivation genug.

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