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Einzelhandel : Handeln für den Erfolg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Motivation und Flexibilität sind laut Handelsverband Deutschland (HDE) im Einzelhandel entscheidend. Besondere Qualifizierungen ermöglichen Auszubildenden den späteren Aufstieg im Unternehmen.

Wer im Einzelhandel einen Ausbildungsplatz sucht, sollte möglichst flexibel sein. Bewerber sollten zum Beispiel auch für Arbeitsplätze offen sein, für die sie umziehen müssen, rät der Handelsverband Deutschland (HDE). Außerdem könne es helfen, auch verwandte Jobs in Betracht zu ziehen. So sei das Berufsbild des „Bürokaufmanns“ dem des „Kaufmanns für Bürokommunikation“ sehr ähnlich. Auch die Ausbildungen zum „Großhandelskaufmann“ und „Industriekaufmann“ wiesen große Parallelen auf, erklärte ein Sprecher.

Vor der schriftlichen Bewerbung sollten sich junge Leute über die Anforderungen im bevorzugten Bereich informieren und sie mit den eigenen Fähigkeiten vergleichen. Bei mäßigen Schulnoten kann es sinnvoll sein, den besonderen Antrieb und die Lust auf den Job in den Vordergrund zu stellen. „Gute Noten sind wichtig, aber nicht alles. Es geht um motivierte und ehrgeizige junge Leute, bei denen aber natürlich zumindest die schulische Basis stimmen muss“, so der Sprecher. Bei vielen Berufsausbildungen im Einzelhandel gibt es schon seit Längerem neben tausenden Suchenden ebenso eine große Anzahl an Jobs, die noch nicht besetzt sind.

Angesichts der oft rückläufigen Zahl an Bewerbern für Ausbildungsplätze warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) zudem davor, einseitig auf eine Akademisierung der Gesellschaft zu setzen und fordert mehr Wertschätzung für das Aus- und Fortbildungssystem. „Abitur und Hochschulstudium sind nicht der einzige Königsweg zu Erfolg im Berufsleben“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. So kommen rund 80 Prozent der Führungskräfte des Einzelhandels aus den eigenen Reihen über Aus- und Fortbildung in ihre höheren Positionen. Von besonderer Bedeutung sind dabei Qualifizierungswege, die die Berufsausbildung direkt mit der Aufstiegsfortbildung verbinden: Dabei werden die Ausbildungsberufe Kaufleute im Einzelhandel oder im Groß- und Außenhandel mit einem der beiden Fortbildungsberufe Geprüfte/r Handelsfachwirt/in oder Geprüfte/r Handelsassistent-Einzelhandel verknüpft.
 

Der deutsche Einzelhandel:

 

Rund drei Millionen Menschen arbeiten nach Angaben des Handelsverbandes HDE in Supermärkten, Warenhäusern, bei Discountern oder Boutiquen. Gut 400.000 Einzelhandelsunternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von insgesamt 428 Milliarden Euro. Damit ist der Einzelhandel der drittgrößte Wirtschaftszweig der Bundesrepublik. Allein die rund 70.000 Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels setzen jährlich 200 Milliarden Euro um und beschäftigen rund 1,2 Millionen Mitarbeiter. Der Einzelhandel bietet über 30 verschiedene duale Ausbildungen an. Besonders gefragt ist die Ausbildung zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau im Einzelhandel, die seit Jahren die Liste der beliebtesten Lehrberufe mit anführt.

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erstellt am 21.09.2013 | 05:00 Uhr

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