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Bundesfreiwilligendienst : Für erweiterte Horizonte

vom

Der Bundesfreiwilligendienst startete am 1. Juli 2011 - inwischen haben gut 9.000 Freiwillige ihren Bundesfreiwilligendienst schon verrichtet.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2012 | 02:07 Uhr

Er sollte den Zivildienst ablösen, der vor einem Jahr zusammen mit der Wehrpflicht ausgesetzt wurde. Im Bundesfreiwilligendienst können sich Frauen und Männer jeden Alters engagieren sowie junge Erwachsene, sobald sie die Schule beendet haben. Im Bundeshaushalt ist damals Geld für 35.000 Plätze bereit gestellt worden, die seit Fe-bruar nahezu ausgebucht sind. Im Juni arbeiteten rund 32.000 Menschen als Freiwillige. Gut 9.000 Freiwillige haben inzwischen ihren Bundesfreiwilligendienst schon beendet.
In der Regel dauert der Dienst ein Jahr, mindestens aber sechs Monate. Höchstzeit sind anderthalb Jahre, in Ausnahmefällen 24 Monate. Wer 27 Jahre und älter ist, kann den Dienst in Teilzeit mit mindestens 20 Stunden in der Woche absolvieren.
Der Bundesfreiwilligendienst sollte dem etablierten Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr (FSJ und FÖJ) keine Konkurrenz machen. Daher sind die Bedingungen in beiden Dienstformen angeglichen worden. Bei beiden wird ein Taschengeld von maximal 330 Euro im Monat gezahlt. Hinzu kommen Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung. Das Kindergeld wird weitergezahlt. Mindestens 25 Tage im Jahr nehmen die Freiwilligen an Seminaren teil.
Im Unterschied zum Bundesfreiwilligendienst können FSJ und FÖJ nur bis zum Alter von 27 Jahren geleistet werden. Außerdem gibt es ein festes Startdatum - den 1. September. Eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst kann jederzeit beginnen. Nach Angaben des Bundesarbeitskreises FSJ leisten derzeit rund 45.000 junge Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr.
Organisiert wird der Bundesfreiwilligendienst vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln. Früher war das Amt für den Zivildienst und damit im Jahr 2010 für mehr als 78.000 Zivildienstleistende zuständig.
Als Nachfolge für den "Zivi" ist der Bundesfreiwilligendienst derzeit bei Männern etwas beliebter als bei Frauen. Von rund 33.000 "Bufdis" im Mai waren mehr als 17.000 männlich. Die Mehrheit (rund 21.000) der Freiwilligen ist unter 27 Jahre. "Bufdis" über einem Alter von 65 sind dagegen noch eine Minderheit.

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