Arbeit : Feste Auszeiten vom Job schützen vor Burnout

Den Job hinter sich lassen: Ein Spaziergang zum See kann dabei helfen.
Den Job hinter sich lassen: Ein Spaziergang zum See kann dabei helfen.

Rund um die Uhr erreichbar zu sein - für viele Arbeitnehmer klingt das nach einem Alptraum. Trotzdem checken viele in der Freizeit ihre dienstlichen E-Mails. Doch das ist auf Dauer nicht gesund. Fest abgesprochene Auszeiten helfen.

shz.de von
16. August 2013, 15:28 Uhr

Spätabends, am Wochenende oder im Urlaub die dienstlichen E-Mails lesen - die Vermischung von Beruf und Freizeit ist auf Dauer nicht gesund. Wer sich auch in der Freizeit ständig mit dem Job auseinandersetzt, fühlt sich häufig irgendwann ausgebrannt. Im schlimmsten Fall droht dann regelrecht ein Burnout. Gut sei deshalb, mit Vorgesetzten und Mitarbeitern klar abzusprechen: «Ich bin in einer Zeit X erreichbar, in Zeit Y ist das Diensthandy aus.» Das rät Prof. Thomas Kraus von der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin.

Um psychischen Problemen, die ihren Ursprung im Job finden, entgegenzuwirken, helfe außerdem eine aktive Freizeitgestaltung. Statt abends nur erschöpft auf die Couch zu fallen und zum Feierabendbier zu greifen, sei es besser zu musizieren oder Sport zu treiben, sagt Kraus.

Erste Anzeichen für ein Erschöpfungssyndrom seien, wenn Berufstätige das Gefühl haben, ihren Job nicht mehr bewältigen zu können oder dem Zeitdruck nicht gewachsen zu sein. Auch ein häufiger Alkohol- oder Medikamentenkonsum sei ein Warnzeichen. Fühlen Beschäftigte sich häufig erschöpft, wenden sie sich am besten an den Betriebsarzt. Er ist ein kompetenter Ansprechpartner und kann Gegenmaßnahmen bis hin zu einem Reha-Aufenthalt empfehlen.

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