zur Navigation springen

Expertentipps zur Berufswahl : Erste Schritte auf dem Weg zum Traumjob

vom

Für viele Jugendliche geht es nach den Halbjahreszeugnissen in den Endspurt ihrer Schullaufbahn. Gleichzeitig startet für die Schüler eine aufregende Zeit, denn die Weichen für ihre berufliche Zukunft werden gestellt. Während einige ihr Berufsziel bereits fest vor Augen haben, sind andere noch verunsichert. Experten der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer antworten in diesem Ausbildungsspecial auf die Frage, worauf es bei der Berufswahl wirklich ankommt.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2014 | 06:30 Uhr

Flensburg | Stärken und Schwächen erkunden 
Woran habe ich Spaß? Was kann ich gut?  Was ist mir bei einem Job wichtig? – Bevor man sich entscheidet, wohin der berufliche Weg geht, ist es sinnvoll, sich einmal ganz in Ruhe die eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu machen. Am besten schreibt man auch  die eigenen Vorlieben und Abneigungen auf. Aus diesem „Mindmap“ lässt sich dann eine erste Orientierung ziehen. Wichtig ist, dass man hierbei total ehrlich vorgeht und sich Zeit lässt. Denn letztlich hat es wenig Sinn, wenn man  sich beispielsweise um eine Ausbildung zum Gärtner bewirbt, aber eigentlich nicht gerne draußen arbeitet. Und wem zum Beispiel Pauken nicht liegt,  sollte sich eher für eine Ausbildung als für ein Studium entscheiden.

Gespräch mit vertrauten Personen suchen
Wer in einem Brainstorming die eigenen Vorlieben erkundet hat, sollte anschließend das Gespräch mit anderen suchen. Denn auch wenn  es erstmal wichtig ist, herauszufinden, was man selbst möchte, können vertraute Personen eine gute Einschätzung geben. Freunde, Eltern oder auch Lehrer – jeder der  einen gut kennt,  hat sicherlich eine Vorstellung davon, welcher Beruf zu einem passen könnte. Aber Vorsicht – wer bereits einen Wunschberuf ins Auge gefasst hat, sollte sich von anderen nicht entmutigen lassen!

Mit  Profis den Traumjob finden
Auch ein professioneller Berater kann dabei helfen, den Wunschjob zu erkunden. Eine kostenlose Möglichkeit  zur Beratung bietet das Berufsinformationszentrum (BIZ) der regionalen Agentur für Arbeit. Hier kann man auch einen Computertest machen, der Vorlieben erfasst und Berufsvorschläge gibt. Auch im Internet gibt es zahlreiche kostenlose Fragebögen zur Berufsfindung. Achtung – meist weiß man nicht, wer sich diese Tests ausgedacht hat und ob sie wirklich sinnvoll aufgebaut sind. Die Ergebnisse können zumindest dabei helfen, eine Idee zu entwickeln.

Einen Weg zum Wunschberuf suchen    
Hat man seinen Traumjob  gefunden, stellt sich die Frage, welche Voraussetzungen man dafür  braucht. Dafür empfiehlt es sich, erst einmal so viele  Informationen wie möglich zum Berufsfeld zu finden. Hier  kann das Internet hilfreich sein. Aber Vorsicht – nicht alle Onlinequellen sind vertraulich. Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte auf Jobbeschreibungen der Handwerkskammern, der Industrie- und Handelskammern oder anderen offiziellen Seiten vertrauen. Auch im BIZ vor Ort kann man Informationen zum jeweiligen Wunschberuf finden. Sind  die Voraussetzungen geklärt, muss man sich fragen, ob man diese erfüllt. Falls  man die erforderlichen Fähigkeiten oder Abschlüsse nicht hat, sollte man nicht gleich aufgeben. Viel wichtiger ist es, herauszufinden,  ob man diesen Beruf wirklich erlernen möchte. Denn es könnte auch Möglichkeiten geben, einige der verlangten Qualifikationen nachzuholen.

In die Praxis reinschnuppern
Ist das der Fall,  sollte man sich einen Plan machen, wie  man  sein Ziel  erreichen kann. Wer beispielsweise einen höheren Abschluss braucht, muss vielleicht noch einmal die Schulbank drücken. In einer Volkshochschule oder bei anderen  Einrichtungen kann man Kurse besuchen, um sich  weiterzubilden. Beispielsweise kann man so Kenntnisse in Buchführung,  in Sprachen oder anderen Bereichen, die ein Arbeitgeber fordert, erlangen. Wem Praxiserfahrungen fehlen, sollte über ein Praktikum nachdenken. Einmal in die Praxis reinzuschnuppern, ist zudem für alle Jobsuchenden empfehlenswert. So bekommt man schon einmal eine Ahnung, davon, was in einer Ausbildung und später im Berufsleben auf einen zukommt.

Alternativen im Blick behalten
Zur Informationssuche gehört es auch, dass man mögliche Alternativen zum Traumjob   erkundet.  Gibt es vielleicht ähnliche Berufe? Oder hat man vielleicht einen weiteren Wunschjob, falls  der erste nicht möglich ist. Es ist immer gut, wenn man  mögliche Alternativen im Blick behält. Besonders wer an einem schnellen Ausbildungsstart interessiert ist, sollte sich weitere Möglichkeiten offen lassen.

Einen Ausbildungsplatz finden
Nach der Wahl des Berufs geht die Suche nach geeigneten Ausbildungsplätzen los. Eine wichtige Informationsquelle sind dabei besonders die Stellenanzeigen in den Tageszeitungen. Vor allem am Wochenende inserieren hier Unternehmen ihre offenen Ausbildungsstellen. Gute Ansprechpartner  sind auch die Vertretungen der Handels-, Industrie- und Handwerkskammern.  Hilfreich sind  zudem  Online-Datenbanken wie etwa die Jobbörse auf der Webseite der Arbeitsagentur.

Cleverer Helfer  bei der Jobsuche

Der Ratgeber  Schule - und dann? vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet alle wichtigen Infos zum Thema Ausbildung und Beruf auf einen Blick. Er will dabei helfen, die eigenen Stärken kennenzulernen und gezielt einen passenden Beruf zu finden. Außerdem bietet er Vorschläge für das Verfassen von Bewerbungen und gibt Tipps für das Vorstellungsgespräch.     Er enthält auch Infos zu staatlichen Förderungen, zur Ausbildung im Ausland und vieles mehr.  Der Ratgeber kann   kostenlos  unter  www.bmbf.de/pub/schule_und_dann.pdf   heruntergeladen werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen